Zusätzliches Budget ermöglicht Planungssicherheit und zusätzliche Beratungsstunden

Mehr Geld für Bad Wildunger Frauenhaus und Fachberatungsstelle "Lautstark"

Mehr Geld für Beratung: Darüber freuen sich Olla Steiger und Gundula Schmieding von Frauenhaus, Frauenberatung und Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an Kindern. Foto: Höhne

Bad Wildungen. Das Sozialbudget für Frauenhäuser und Interventionsstellen ist in der bald endenden Legislaturperiode des Landes Hessen kräftig angehoben worden. Davon profitiert das Frauenhaus in Bad Wildungen seit 2015 mit 10 000 Euro zusätzlich pro Jahr.

„Das verschafft endlich Stabilität und bessere Planungssicherheit“, sagte Gundula Schmieding vom Frauenhaus bei einem Informationsbesuch der Grünen Landtagabgeordneten Daniel May und Sigrid Erfurth im Rahmen ihrer „Grün Wirkt Tour“ durch Hessen. Das erweiterte Budget werde vor allem für Lohnerhöhungen aufgebraucht.

Geldsegen erwartet auch die Beratungsstelle „Lautstark“ zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt. Die Landesmittel in Höhe von 50 000 Euro sollen um 20 000 Euro aufgestockt werden. „Das ist eine wirkliche Erweiterung des Budgets und wird sicherlich zu mehr Beratungsstunden führen“, zeigte sich Olla Steiger von Frauenberatungsstelle und der Fachberatung „Lautstark“ zuversichtlich. Die Zahl der Fälle nehme deutlich zu, sagte sie im Gespräch mit Erfurth als Sprecherin für Finanzen, Frauen und Gleichstellung der Grünen Landtagsfraktion. 

Der Korbacher Landtagsabgeordnete May hob den Verein „Frauen helfen Frauen“ hervor, der Frauenberatungs- und Interventionsstellen in Bad Wildungen und Korbach betreibt sowie in Bad Wildungen zusätzlich ein Frauenhaus und eine Fachberatungsstelle bei sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen. „Das ist wichtige Arbeit, die hier geleistet wird.“

Auch der Landkreis sei seiner Verantwortung gerecht geworden und habe die Finanzierung des Frauenhauses vor einigen Jahren umgestellt, sagte der Kreistagsabgeordnete. Der Zuschuss wird seither über die Kreisumlage der Kommungen abgeführt. Das erleichtere die Arbeit erheblich, bescheinigte Schmieding. „Früher mussten wir mit jeder einzelnen Kommune Kontakt aufnehmen.“ Die beiden Sprecherinnen des Vereins „Frauen helfen Frauen“ sehen zuversichtlich einer weiteren geplanten Aufstockung in 2018 und 2019 entgegen. 

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