Pilzkrankheiten und andere Folgen der Trockenheit lassen keine Wahl

Mehr und mehr Wildunger Stadtbäume müssen krank gefällt werden

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Viele Bäume in der Stadt sind durch Trockenheit und Pilze so angegriffen, dass der Wildunger Bauhof sie arg beschneiden oder gar fällen muss.

Wer mit offenen Augen durch Bad Wildungen läuft, entdeckt das Sterben der Bäume auch hier, nicht allein im Wald.

  • Die Stadt Bad Wildungen lässt vermehrt Straßenbäume fällen
  • Die Bäume sind krank, auch in Folge der Trockenheit der vergangenen Jahre
  • Beim Anpflanzen neuer Bäume setzt die Stadt nun auf andere Sorten

Bad Wildungen – An vielen Stellen beschneiden die Arbeitstrupps des Wildunger Bauhofes Straßenbäume stark oder fällen sie.

Trockenheit und Pilze haben auch ihnen zugesetzt“, erklärt Bürgermeister Ralf Gutheil. Vielfach hatten Gärtnerinnen und Gärtner versucht, das Leben von Bäumen durch Anlegen von Wassersäcke zu retten, doch nicht immer griff diese Methode im trockenen, vergangenen Jahr. So stehen beispielsweise auch in der Laustraße Bäume zum Fällen auf der Liste. „Klar ist, dass wir dort, wo Bäume gefällt werden müssen, neue anpflanzen“, fügt der Bürgermeister hinzu.

Vermehrt setze die Stadt dabei so genannte Säulenbäume ein. Sie wachsen schlank in die Höhe, Äste zweigen bereits dicht über dem Boden ab und nach oben hin verjüngt sich die Form, anstatt dass der Baum eine breite Krone ausbildet. „Der Vorteil ist, dass bei Stürmen weniger Äste abbrechen und auf die Straße fallen“, sagt Gutheil.

Generell haben Bäume in der Stadt kein einfaches Leben. Theoretisch benötigen sie als „Baumscheibe“ rund um den Stamm eine von Pflaster und Bewuchs freie Fläche, die in ihrer Ausdehnung dem Durchmesser der Krone entspricht. Denn spiegelbildlich zur Krone wächst in der Erde das Wurzelwerk. Solche Bedingungen finden Bäume in der Stadt aber nur selten vor. Stattdessen verdichten Asphalt und Pflaster den Boden über ihren Wurzeln oder Rasenflächen treten als Konkurrenten ums Wasser auf. Nicht von ungefähr bezeichnen Gärtnerinnen sie auch als „grünes Leichentuch der Bäume“.

Die ungünstigen Rahmenbedingungen ereilen seit Längerem auch die Linden der Brunnenallee. 

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