Rund 350 Tiere sind zum Viehmarkt am Samstag gemeldet – Kaninchenschau fällt aus

Mehr Ponys, Schafe und Ziegen

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Arne und Benedikt Jungermann aus Mehlen stellten am Wochenende in Fritzlar die beste Euterkuh. Beim Wildunger Viehmarkt steht bei den Rindern nicht die Leistung, sondern Rassenvielfalt im Blick.Foto: HIlbert

Bad Wildungen - Ein heißes Viehmarkt-Wochenende steht auf dem Schützenplatz bevor. Das Volksfest wird morgen eingeläutet mit dem traditionellen „heiligen Abend“ und endet am Sonntag. Zur großen Tierschau, die erstmals am Samstag stattfindet, sind 179 Pferde und Ponys, 20 Fleischrinder, 118 Schafe und 34 Ziegen gemeldet.

Beim Warmblut liegen die Auftriebszahlen mit 41 Stuten (16 mit Fohlen) im Rahmen des Vorjahrs. Ähnlich besetzt sind auch die übrigen Rassen: 12 Haflinger, 6 Kaltblüter, 27 Shetlandponys, 7 Welshponys, 11 Classic Ponys, 6 Mini-Appaloosas, zum Teil mit Nachwuchs. Besonders stark vertreten ist das Deutsche Reitpony mit 25 Stuten (Vorjahr 14). 20 Tiere (Vorjahr 26) aus sieben Rassen werden in der Sonderschau Fleischrinder ausgestellt - von Tux-Zillertaler Rindern bis zum Braunvieh. Erstmals dabei: eine Kuh zur Milchvieh-Demonstration. Zwölf Jungen und Mädchen treten zum Kälberaufzuchtwettbewerb an.

Einen Aufschwung gibt es bei den Schafen (81 in 2014) mit 118 Tieren von sechs Züchtern. Bei 34 Ziegen wird die Vorjahreszahl leicht übertroffen. In der Reithalle wird Rassegeflügel ausgestellt. Mangels Meldungen kommt diesmal keine Kaninchenausstellung zustande.

Kanonierstreffen am Sonntag abgesagt

Das in die Schau eingebettete Fohlenchampionat wird durch zwei Schaunummern aufgewertet, kündigt Wolrad Herzog, Vorsitzender des Fördervereins Pferdezuchtverein Waldeck-Eder, an. Sonja Biederbeck hat mit jungen Amazonen eine Haflinger-Quadrille einstudiert. Außerdem donnert ein römischer Kampfwagen, gezogen von vier Pferden, über den Reitplatz. Heinrich Biederbeck fährt mit seiner Kutsche zur Siegerehrung auf den Festplatz.

Das geplante Kanonierstreffen am Sonntag wurde nach dem Unglück in Marsberg abgesagt. Daran hätten Schützenvereine aus der Nachbarschaft des Unglücksortes teilnehmen sollen. Aus Betroffenheit und Pietät wurde auf das Schießen verzichtet.

Von Conny Höhne

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