Gastgeber Pierre Schäfer und seine Gäste rocken die kleine Bühne:

„Moin“ zum Muttertag in der Wildunger Thalent-Bude

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Stabile Seitenlage: „Notarzt“ Lüder Warnken versorgt eine Mama aus dem Publikum.

Bad Wildungen – Illustre Gäste hat Pierre Schäfer am Samstag in seine ThalentBude eingeladen. Die rund 100 Zuschauer im Thabu sind von Anfang an in Stimmung.

Meltem Kaptan ist eine der neuen Moderatorinnen der „Ladies Night“ in der ARD. Sie war nach eigenen Worten die „fette Katze unten rechts“ in dem Musical „Cats“ und singt nach der Melodie von „Erinnerung“ - „Fast food, gib mir fast food“. Für Kuscheleinlagen mit dem Publikum steigt sie von der Bühne herab und vollführt mit dem ganzen Saal einen Bauchtanz. Ein grandioser Start.

Keirut Wenzel therapiert die Zuschauer mit einem Ausschnitt aus seinem Programm „Das Bakterium schlägt zurück“. Er muss nur die Nutzung des Smartphones auf dem WC oder den „Dyson-Puster“ erwähnen und alle biegen sich vor Lachen. Er hat falsche Werbeversprechen in seinem Repertoire wie zum Fußball, den man nach 300 Kinderriegeln des DFB-Sponsors nicht mehr spielen könne.

Ruhiger wird es mit Kira Hummen, die ihre selbst geschriebenen Lieder gefühlvoll darbietet. „Man of your dreams“ ist nur eines, zu dem sie sich auf der E-Gitarre selbst begleitet.

Feli: Für sie gab´s Standing Ovations

Die 71-jährige Feli erobert mit Akkordeon und Gitarre die Herzen. Sie hat sich nach 40 Jahren als Lehrerin entschieden, Liedermacherin zu sein. Nach einem „Moin“ singt die Hamburgerin „für meine Mudder“. Sie singt von Kindheit, Alter, vom Frisch verliebt sein. Für ihre Lieder, bei denen man denkt: „Ach, schön“, erhält sie Standing Ovations und sagt verlegen: „Setzt euch.“

„Lachen bis der Arzt kommt“, lautete das Motto von Lüder Warnken, frei nach Hirschhausen. Der Notarzt, der zu einem Patienten in den fünften Stock ohne Fahrstuhl läuft – und erst einmal selbst die Sauerstoffmaske aufsetzt. Mit seinem makabren Humor beschreibt Warnken Notaufnahme, Intensivstation und nicht zuletzt ein Unfallopfer. Oder den Fahrer des Notarztwagens, der den dritten Döner verzehrt und das Tzatziki auf dem Lenkrad verschmiert.

Mimik auf Pierre Schäfers Kommando eingefroren: Thomas Schmitt mit Mutti Yvonne.

Den phänomenalen Schlusspunkt setzt Thomas Schmidt. Auf seine Frage, ob man in Wildungen Karneval feiere, bekommt er ein klares „Nein“. So berichtet er von dem Karneval in seiner Heimatstadt Köln. Wie er sich mit elf Jahren als Clown verkleidete, bloß einen Tag zu früh. Er präsentiert sich als Mann, der sich nicht rasieren muss -– ihm reicht der Schaum. Äußerst interessant, was er in den letzten drei Minuten eines Flugzeugabsturzes tun würde. 

Ein toller, gelungener Abend: Wie sollen das die Lachmuskeln erst beim ersten Wildunger Comedy-Wettbewerb "Komischer Kauz" Ende Juni aushalten? -sb-

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