Am 6. April Symposium "40 Jahre Radiologie Nord-/Mittelhessen"

MRT an Bad Wildunger Stadtklinik: Radiologie erweitert ambulante Sprechstunden

Das erste MRT in der Stadt Bad Wildungen: Das Besondere daran sind die hochauflösenden Gelenk- und Organspulen, die Dr. Jan Mariß und seine Ehefrau Kathrin Mariß im Bild in den Händen halten. Foto: Conny Höhne

Bad Wildungen – Das erste MRT in der Stadt Bad Wildungen wurde in der Asklepios-Stadtklinik eingebaut und geht in Kürze in Betrieb. Ab 1. Mai erweitert die Radiologie Nordhessen die Röntgen- und CT-Diagnostik im Stadtkrankenhaus um die Magnetresonanztomographie, kündigt Geschäftsführer Dr. Jan Mariß an.

Bei einem Symposium zum 40-jährigen Bestehen der Radiologie Nord-/Mittelhessen am Samstag in der Wandelhalle (Bericht unten) wird das neue Diagnostikgerät in Kooperation mit der Asklepios-Klinik offiziell eingeweiht.

Der Einzug des 1 Million Euro teuren Geräts ging reibungslos vonstatten, „in anderen Kliniken mussten dafür Wände aufgebrochen werden“, sagt der Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie. „Der Einbau erfolgte über die Flure, da war kaum ein Millimeter Platz an den Türen“, beobachtete seine Ehefrau Kathrin Mariß.

Vorteile der Diagnostik: Anders als das Röntgen oder die Computertomographie kommt die Magnetresonanztomopraphie ohne Röntgenstrahlung aus. Mit einem starken Magnetfeld und durch Radiowellen werden detaillierte Bilder des Körperinneren erzeugt. So lassen sich Schichtaufnahmen nahezu jeder Körperregion anfertigen und beispielsweise gesundes Gewebe von Tumoren abgrenzen. Das MRT ist laut Mariß ein deutsches Neugerät modernster Baureihe. Es wurde durch die Stadtklinik angeschafft und wird in Kooperation mit der Radiologie Nordhessen betrieben. „Das Interessante an diesem MRT sind die hochauflösenden, mehrkanaligen Organ- und Gelenkspulen“, erläutert Dr. Jan Mariß. Allein die Spulen kosten über 100 000 Euro. Sie ermöglichen besonders scharfe Bilder. Laut Mariß handelt es sich bei den Spulen um neueste und hochwertige Medizintechnik, die wie bei der Formel 1 so wichtig wie die Reifen sind.“

Patienten werden während der Untersuchung mit einer Kamera überwacht. Auch Schwerverletzte oder Beatmungspatienten können jetzt im MRT untersucht werden. Die Standartuntersuchung dauert bei diesem Gerät weniger als 15 Minuten. Mit der Inbetriebnahme ab 1. Mai erweitert die Radiologie Nordhessen in der Wildunger Stadtklinik ihre ambulanten Sprechstunden von bisher einem Tag auf bis zu fünf Tage pro Woche, kündigt Kathrin Mariß an.

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