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Muffel flehen: „Bütte nicht“

Bad Wildungen - An diesen „dollen Tagen“ sind die Jecken allerorts im Ausnahmezustand. Narretei und Schabernack wohin man blickt.

Aber eingefleischte Karnevalsmuffel wollen sich dem selbst verordneten Lachzwang partout nicht unterwerfen. „Karneval. Bütte nicht“, schallt flehend ihr Hilferuf. Kuriose Blüten treibt der Karneval in aller Welt. Auf den Kanarischen Inseln werden wahrhaftig Sardinen begraben, und auf Teneriffa liefern sich Männer in Stöckelschuhen ein Rennen. Gebrauchsphilosoph Klaus Klages kommentiert das Treiben kurz und bündig: „Der Februar ist sozusagen reich an Narren, arm an Tagen.“ Das trifft’s nicht ganz, denn auch im März geht es närrisch weiter. In Italiens Städtchen Ivrea liefern sich Hartgesottene eine große Orangenschlacht. Das erinnert an einen grausamen Feudalherren aus dem Mittelalter, der mit essbaren Wurfgeschossen vertrieben wurde. Die Anekdote lebte im Karneval wieder auf. Mit Bohnen als Munition wurde scharf geschossen.Heute sind die Jecken aus der Poebene auf vitaminreiches Obst umgestiegen. Apfelsinenkrieger rücken gut geschützt mit Helmen an. Für 200 Kämpfer endet das Gemetzel trotzdem mit Blessuren – durch Zitrusfrüchte reif für die Klinik. – Helau, viel Spaß und verletzungsfreie „dolle Tage“ wünscht Euch Euer

Sternchen

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