Erweitert um Lichtenfels und Teile von Fritzlar, Edertal, Bad Wildungen und Vöhl

Bad Wildungen: Naturpark Kellerwald-Edersee wächst um 30 Prozent

Naturpark Kellerwald-Edersee: Das Gebiet ist gewachsen um Teile der Stadt Fritzlar (oben rechts) und die gesamte Stadt Lichtenfels (links). Unten Einblicke in die neuen Gebiete: Wanderparkplatz Ruppenbach-Rothelmshausen und die Orkebrücke. Fotos: Naturpark Kellerwald-Edersee:Reiner Ohlsen

Bad Wildungen – Der Naturpark Kellerwald-Edersee ist um rund 30 Prozent gewachsen. Er wurde um das gesamte Gebiet der Stadt Lichtenfels und Teile von Fritzlar erweitert, außerdem um Flächen in Bad Wildungen, Edertal und Vöhl in Ortsteilen, die  bislang noch nicht dazu gehörten.

„Im Westen erstreckt sich der Naturpark jetzt bis an die Grenze von Nordrhein-Westfalen“, erläutert Geschäftsführerin Kristin Gampfer.

Die Orkebrücke im Naturpark Kellerwald-Edersee. Foto: Reiner Ohlsen

Im Vorfeld „gab es bereits eine sehr gute Zusammenarbeit, insbesondere auch im Rahmen der Regionalentwicklung,“ erläutert Gampfer. Kommunen profitieren von der Lage im Naturpark, denn sie eröffnet die Chance auf Leader-Förderung.

Gampfer: „Mit dem sagenumwobenen Büraberg und den Ederauen in Fritzlar sowie dem landschaftlich reizvollen Orketal in Lichtenfels gewinnt der Naturpark wunderbare Naturräume zum Wandern und Erkunden dazu.“ Erfreulich sei die Wanderverbindung in Richtung des Rothaarsteigs.

Das Angebot des Naturparks an geführten Touren werde um die neu hinzu gekommenen Gebiete erweitert. Knapp 300 Veranstaltungen bietet der Naturpark in 2020 an, darunter auch elf in Lichtenfels und 13 in Fritzlar. „Und im Laufe des Jahres kommen noch einige dazu“, ist Naturpark-Mitarbeiter Reiner Ohlsen überzeugt. Den Großteil der Bildungsarbeit machten aber Gruppenangebote aus, unter anderem für Schulen.

KristinGampfer

Die erweiterten Flächen werden auch in die laufenden Planungen für das Zertifikat Qualitätswanderregion Wanderbares Deutschland aufgenommen, kündigte Gampfer an. In Kürze soll in Abstimmung mit allen Beteiligten das Wegenetz erarbeitet werden.

 Es umfasse rund 1600 Kilometer Wanderwege. Die neue Abgrenzungskarte des Naturparks wurde bereits im Hessischen Staatsanzeiger veröffentlicht. Für den Beitritt der Stadt Fritzlar muss noch die Satzung des Zweckverbands geändert werden, weil damit auch der Schwalm-Eder-Kreis als Zuschussgeber beteiligt ist. Hier gehe es um rund 40 000 Euro. Der Satzungsbeschluss liege in der nächsten Versammlung des Zweckverbands im Februar zur Abstimmung vor.

Neue Parkplätze für Wanderer angelegt 

Wanderparkplatz Ruppenbach in Rothelmshausen. Foto: Reiner Ohlsen

Die Ederauen und die Naturlandschaft zwischen Bad Wildungen und Fritzlar sind neu hinzu gekommen zum Naturpark. Angelegt wurden bereits Wanderparkplätze Ruppenbach in Rothelmshausen und Gärtnerhof gegenüber dem Ederauen-Erlebnisbad.

 Auch im erweiterten Areal westlich der Eder bis zur Grenze von Nordrhein-Westfalen wurde Wander-Infrastruktur geschaffen. Karten mit den Wanderwegen sind bereits im Buchhandel erhältlich, sagt Kristin Gampfer. Die neue dazu gekommenen Gebiete können auch bei Führungen erkundet werden.

Naturpark Kellerwald-Edersee wächst auf knapp 60 000 Hektar

Der Zweckverband Naturpark Kellerwald-Edersee ist eine kommunale Institution. Er setzt sich zusammen aus den Kommunen Edertal, Gilserberg, Haina, Jesberg, Vöhl, Bad Zwesten, Frankenau, Lichtenfels, Waldeck, Bad Wildungen, Fritzlar sowie den Kreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg. 

Der Zweckverband nimmt Aufgaben der Regionalentwicklung wahr. Ziel ist es, den 59 525 Hektar großen Naturpark zu einer Vorbildlandschaft zu entwickeln.Über 38 000 Hektar sind als Schutzgebietsfläche ausgewiesen. Bei 34 Prozent des Naturparks handelt es sich um unzerschnittene verkehrsarme Räume über 2500 Hektar. Unterstützt wird der Naturpark von der Region Kellerwald-Edersee – dem Kellerwaldverein – mit Schwerpunkt Wirtschaftsförderung.

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