Edertal

„Neue Mitte“ auf der Zielgeraden

- Edertal (jm). Endspurt bei „Aktive Kernbereiche“: In Edertal umfasst das seit Längerem diskutierte Förderprogramm 18 Projekte im Umfang von rund drei Millionen Euro.

Die Gemeindevertretung änderte in ihrer Sitzung am Donnerstag in Giflitz auf Wunsch des federführenden hessischen Wirtschaftsministeriums noch einmal die „Gebietskulisse“. Der Dorfkern Giflitz wurde integriert, allerdings ausschließlich als „Beobachtungsgebiet“. Zuschussgeld wird in Giflitz insbesondere fließen aus dem eingeleiteten Dorferneuerungsprogramm. Das gemeinsam mit Wildungen und Fritzlar in zahlreichen Diskussionsrunden entwickelte „Integrierte Handlungskonzept“ (180 Seiten) wird in Edertal wie in den beiden anderen Kommunen nunmehr rasch verabschiedet, damit es pünktlich bis zum 15. Dezember (Vorlagefrist) auf den Weg nach Wiesbaden gebracht werden kann. Bereits in der kommenden Woche will Edertal in einer Sitzung zweier Ausschüsse endgültig „grünes Licht“ geben. Und wann kann die „Ernte“ in Form von klingendem Landesgeld eingefahren werden? – Der zuständige Planer bittet um Geduld und rechnet mit keiner Mittelzuweisung vor dem Frühjahr 2010. Schwerpunkt der Edertaler Investitionsmaßnahmen ist der Aus- und Umbau der Bahnhofstraße zwischen Giflitzer Rathaus und Bergheim, veranschlagt sind rund 1,2 Millionen Euro. Dies soll die Grundlage schaffen für die angestrebte „Neue Mitte“ im Bereich Kornhaus/Le Palais. Von der Projekte-Palette würde in erster Linie Bergheim profitieren, wo zum Beispiel auf dem Eder-Festplatz eine Markthalle entstehen soll. Das Fachwerk-Dorfgemeinschaftshaus soll zukünftig als „soziales Zentrum“ fungieren und das Umfeld der Kirche durch Terrassen und eine sanierte Kirchenmauer optisch aufgewertet werden. Weitere Schlagwörter sind Anlage eines neuen Fuß- und Radwegs auf der alten Bahntrasse, die Aufpolierung der Bergheimer Edermühle sowie Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Gastronomie im Bereich Bahnübergang Bahnhofstraße/Anraffer Straße. Spiel und Freiflächengestaltung ist das Thema im Gelände zwischen Feuerwehr und Schulzentrum.Für eine dringend erwünschte neue Schlossnutzung werden als Zielvorstellungen betreutes Wohnen oder Bildung/Ausbildung genannt, hierbei soll Unterstützung geleistet werden. Im Schlossumfeld soll ein Wohnmobilstellplatz realisiert werden. Schlosspark und Schlosshof für die Allgemeinheit „öffnen“, dies soll ebenfalls erreicht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare