Bad Wildungen: Programm mit Schwerpunkt Nachkriegszeit

Neue Staffel der Seniorenuni

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Das Faltblatt für die neue Vortragsstaffel ist gedruckt; von links Bernhard Weller (VHS), Josef Meier (Seniorenbeirat), Bürgermeister Volker Zimmermann und Renate Hinse (Stadtverwaltung)

Bad Wildungen - Vom Nationalpark bis zum mittelalterlichen Kulturzentrum Waldeck reicht die bunte Themenpalette für die neue Staffel der Seniorenuniversität, die am Dienstag beginnt. Ein Schwerpunkt ist die Nachkriegszeit - abgestimmt auf eine laufende Sonderausstellung in der Wandelhalle.

Seit dem Start der Seniorenuni im Jahr 2010 wurden 51 Vorträge, vier literarische Programme und zwei Seminare mit wissenschaftlichem Anspruch angeboten, erläuterte der Bad Wildunger VHS-Leiter Bernhard Weller. Durchschnittlich 130 Zuhörer nehmen teil. „Die Seniorenuniversität hat sich zu einer Plattform für die unterschiedlichen Altersgruppen entwickelt“, beobachtet Weller.

Etwa 75 bis 80 Prozent seien Stammgäste, viele kommen auch aus benachbarten Gemeinden. „Schon vor der Auflage des neuen Programms haben wir immer wieder Nachfragen“, deutet Renate Hinse von der Stadtverwaltung auf das rege Interesse. Das ist Ansporn für eine neue Staffel der VHS in Abstimmung mit dem Seniorenbeirat.

Alle interessierten Bürger - unabhängig vom Alter - sind eingeladen in die Seniorenuni. Die Vorträge beginnen jeweils um 14.30 Uhr im Quellensaal der Wandelhalle. Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos.

Einige Themen haben lokalen Hintergrund wie der Rückblick auf zehn Jahre Nationalpark Kellerwald-Edersee. „Wenn man bedenkt, mit welcher Intensität und auch Schärfe die Einrichtung eines Nationalparks zu Beginn diskutiert wurde, dann ist die allgemeine Akzeptanz, die man nun feststellen kann, schon überraschend“, deutet Weller an. Als Weltnaturerbe anerkannt, sei der Nationalpark heute ein Juwel für die Region.

Was darf die Karikatur? Darüber spricht der Leiter der Caricatura Kassel. Nach den Ereignissen in Paris um das Satiremagazin Charlie Hebdo hat dieses Thema aktuelle Brisanz.

Als begleitende Veranstaltungen zur laufenden Ausstellung „Kindheit in der Nachkriegszeit“ werden mehrere Lesungen und Vorträge angeboten, und es ist ein Ausflug zum Museum Währungsreform nach Fuldatal vorgesehen. War Waldeck ein Kulturzentrum des Mittelalters? - Das erfahren Zuhörer in einer anderen Vorlesung, untermauert von „Indizien“ aus dem Waldecker Grafenhaus. Den Abschluss bildet ein musikalisch-literarischer Beitrag zu den 1970er-Jahren.

„Ein sehr vielfältiges und gehaltvolles Programm ist entstanden“, sagte Bürgermeister Volker Zimmermann anerkennend. Josef Meier vom Seniorenbeirat würdigte die Unterstützung der Stadt und hob die Bedeutung der „sehr gut angenommenen Vortragsreihe“ hervor. „Im Alter muss man Kontakte pflegen, das ist ganz wichtig.“ (höh)

Die Terminübersicht finden Sie in der WLZ-Ausgabe vom 20. Februar.

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