Rund eine Million Euro teuer:

Neuer Magnet-Resonanztomograf trifft an Reinhardshäuser Werner-Wicker-Klinik ein

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Die stellvertretende WWK-Verwaltungsdirektorin Petra Faust-Cronau und der Leitende Medizinisch Technische Assistent der WWK-Radiologie Alois Thobor werfen während einer Montagepause am Dienstag schon einmal einen Blick ins neue MRT.

Reinhardshausen – Mit Hilfe eines Schwerlastkranes ließ die Werner-Wicker-Klinik Dienstagmorgen einen neuen, fünf Tonnen wiegenden Magnetresonanztomografen in ihrer Radiologie platzieren.

Das Gerät ersetzt einen 22 Jahre alten Vorgänger, der zunächst in Bad Zwesten und seit 2005 in Reinhardshausen im Einsatz war.

„Das neue MRT wird in Kooperation der WWK und des Medizinischen Versorgungszentrums, kurz MVZ angewendet“, erklärt WWK-Verwaltungsdirektor Heiner Stumpf. „Rund eine Million Euro kostet das Siemens-Gerät alles inklusive“, ergänzt seine Stellvertreterin Petra Faust-Cronau, die zugleich Geschäftsführerin des Wicker-MVZs ist. Es hält ein breites Spektrum an ambulanter medizinischer Versorgung vor.

Der neue Magnetresonanztomograf bringt es, vereinfacht gesagt, auf eine Magnetfeldstärke von 1,5 Tesla. Das sind 0,5 Tesla mehr als beim Vorgänger-Gerät, was die gestiegenen Standards widerspiegelt.

Je höher der Wert, desto besser die Auflösung der erzeugten Bilder: „In Bad Zwesten steht ein MRT mit 3 Tesla zur Verfügung“, fügt Petra Faust-Cronau hinzu.

Das Besondere am Reinhardshäuser MRT liege im Durchmesser seiner Röhre. Er beträgt 70 statt bisher 60 Zentimeter. Der größere Wert soll das beklemmende Gefühl der Enge reduzieren, das viele Patienten während der Untersuchung beschleicht.

Einen zusätzlichen Vorteil im Vergleich zur bisherigen Situation bringt der neue Tisch, auf dem ein Patient in die „Röhre“ geschoben wird. „Klinikpatienten mussten vom Bett auf eine antimagnetische Liege und von dort auf den alten Untersuchungstisch umgelagert werden“, schildert die MVZ-Geschäftsführerin als Beispiel.

Der Zwischenschritt entfalle beim neuen Tisch, weil er zusätzlich die Eigenschaften einer antimagnetischen Liege mitbringe. „Nichts Magnetisches darf in die Nähe eines Magnetresonanztomografen gelangen“, erläutert Heiner Stumpf.

Alle Mitarbeiter inklusive der Reinigungskräfte seien entsprechend geschult, weil das MRT sein Magnetfeld beständig aufrecht erhalte, auch außerhalb der Öffnungs- und Untersuchungszeiten. Hintergrund: MRTs entwickeln eine Magnetkraft, die einen Feuerlöscher in der Röhre schweben lässt.

„Den bekommen Sie nicht mehr heraus, ohne das Magnetfeld aufwendig herunterzufahren“, sagt Stumpf. Ein Hersteller habe das einmal in einem Werbefilm veranschaulicht. Die WWK trägt dem dadurch Rechnung, dass sie für eine MRT-Untersuchung ihrer beatmungspflichtigen Klinikpatienten spezielle, nicht-magnetische Beatmungsgeräte vorhält. Sie werden eigens für die Zeit in der Röhre angelegt.

Demnächst informiert die WWK auch über den laufenden Neubau ihrer Intensivstation und OPs. Das kündigt Heiner Stumpf an.

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