Projektentwickler drei und vier im Planungsausschuss zu Gast

Neuer Marktplatz und  Wohnen auf Wildunger Brunnenallee 1

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Blütenträume für die Brunnenallee 1: Reift einer von den vorgestellten tatsächlich in den nächsten Jahren zu einem großen Neubau-Komplex mit Lebensmittelmarkt und mehr heran?

Zwei weitere Projektentwickler für das Areal in der Wildunger Brunnenallee 1, den Busparkplatz, stellten im Planungsausschuss ihre Ideen vor.

Damit ist ein Quartett vollständig nach den Besuchen zweier Interessierter vor wenigen Wochen in dem Gremium.

Und es bleibt dabei: Ohne zusätzliche Grundstücksflächen geht nichts. Auch die beiden Kandidaten in der jüngsten Sitzung nahmen zuvorderst den Mitarbeiter-Parkplatz des Nationalpark-Amtes in den Blick. Außerdem unterbreiteten sie Vorschläge, die benachbarte Privatgrundstücke einbezögen. Teils gab es zuvor informelle Gespräche mit Eigentümern, teils sind sie geplant, sobald das Stadtparlament sich für eine Variante entscheidet

Variante 3 für Busparkplatz: Lebensmittel und Drogerie

Martin Knauff von der „Converticon“ aus Bad Hersfeld präsentierte ein Konzept, dessen Kern ein Lebensmittelmarkt bildet: 2500 Quadratmeter groß bei 1800 Quadratmetern Verkaufsfläche und Parkplätzen auf dem Dach. Kleine Shops gliederten sich an den Markt an. Östlich daneben, auf dem Areal nördlich der Sparkasse, entstünde ein Drogeriemarkt von 800 Quadratmetern. Dieses Gebäude ließe sich alternativ als Markthalle gestalten, doch wäre diese aus Knauffs Sicht keine Selbstläuferin, sondern müsste intensiv beworben und betreut werden. Beide Objekte lägen, von der Brunnenallee aus gesehen, in zweiter Reihe.

Einbeziehen und anbinden will Knauf die Gebäude Brunnenstraße 64 (Woolworth) und 66 (Wackerbarth-Passage); entweder durch Sanierung oder durch Neubau. Die Stadt soll eine eigene Gesellschaft gründen, die das Gesamt-Vorhaben mit städtischem Geld verwirklicht. „Die Realisierungschancen sind durch erhöhte Baukosten für Privatinvestoren schwieriger geworden“, meint Knauff. Er sieht den Vorteil einer kommunalen Gesellschaft darin, dass die Stadt selbst vollen Einfluss auf das Projekt behalte. Knauff zeigte 2017 bereits Interesse an der Brunnenallee 1. Er zählte zu drei von zehn Interessenten, die damals auf ein Anschreiben der Stadt mit Ideen reagierten.

Variante 4 für Busparkplatz: Rewe, Wohnen, Pflege

Entwickler Klaus Langer aus Greifenstein und Architektin Anna Hartmann aus Frankfurt schwebt etwas Anderes vor:

Auf drei bis vier Stockwerken mit einem Rewe-Markt von 2100 Quadratmetern Verkaufsfläche im Parterre will Langer Platz schaffen für Wohnen, Pflege und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Wohnungen, betreutes Wohnen, eine Tagespflege oder eine Pflege-Wohngemeinschaft kämen ebenso in Frage wie Angebote für Demenzpatienten, Hospizplätze oder Arzt- und Therapiepraxen. Mehrere Baustufen wären für das Wildunger Projekt vorgesehen.

Woolworth und Wackerbarth-Passage verschwänden zu Gunsten der Pläne. Der heutige Parkplatz würde sich in einen Aufenthaltsort für die Anwohner und zugleich einen Marktplatz verwandeln. Östlich des Nationalparkamtes, in zweiter Reihe von der Allee aus betrachtet, fände ein neues Parkdeck Platz.

Der nächste Schritt für die Politik

Bis zu einer Sitzung des Ausschusses im Februar/März soll die Stadtverwaltung alle vier präsentierten Projektideen in einer Vorlage vergleichend gegenüber stellen – als Entscheidungsgrundlage für die Politik. Bürgermeister Ralf Gutheil brachte aber eine fünfte Variante ins Spiel: dass nichts auf der Fläche neu gebaut wird. -rü-

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