Kostspielige Renaturierung in Itzelstraße ist unter Dach und Fach

Neues Bett für den Sonderbach

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Die Renaturierung der Sonder im Bereich Itzelstraße wird 2013 auf 500 Metern Länge zwischen Lidl-Supermarkt und Getränkecenter Beermann fortgesetzt. Umweltstaatssekretär Weinmeister überreichte einen hohen Förderbescheid an Bürgermeister Volker Zimmermann

Bad Wildungen - Viel Geld wird in Bad Wildungen ausgegeben für die Renaturierung von Bächen. Aktuell ist ein weiterer Abschnitt der Sonder in der Itzelstraße unter Dach und Fach.

Zwischen Lidl-Supermarkt und Getränkecenter Beermann wird die Sonder auf zirka 500 Metern naturnah umgestaltet (280 000 Euro) und mit einem Geh- und Radweg versehen (280000 Euro).

Gestern übergab der hessische Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister als erste erfreuliche Aufgabe im neuen Jahr im Wildunger Rathaus für diese Renaturierungsaktion einen Förderbescheid über 203 000 Euro. Gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe würden geschlagen: Verbesserung der Gewässer-Ökologie, Hochwasserschutz und optische Aufwertung.

Wildungen ein Vorbild

Bürgermeister Volker Zimmermann betonte, mit solchen Maßnahmen wappne sich die Stadt nicht zuletzt gegen die Folgen der allgemeinen Klimaerwärmung. Zu rechnen sei mit vermehrten Starkregenfällen, verbunden mit Überschwemmungen an Bachläufen. Es seien, wie beim Sonderbach, in der Regel sehr kostspielige Renaturierungen, die nur mit großzügiger Hilfe des Landes Hessen zu realisieren seien (85-prozentige Bezuschussung).

Lob gab es weiterhin vom Leiter der Unteren Wasserbehörde in Korbach, Ralf Enderlein: Bad Wildungen sei Vorzeigegemeinde im Hinblick auf die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union. Die wichtigsten Punkte des beabsichtigten Bauprogramms: Entlang der Wäschebachsgärten in der Itzelstraße wird das linke Ufer der Sonder aufgeweitet.

Bornebach und Wilde

Damit Fische und andere Lebewesen leichter den Bachlauf entlangwandern können, werden Steine versenkt. Auf etwa 70 Metern erhält die Sonder eine neue Linienführung: Das vorhandene Bett wird zum Nebenarm, der nur bei Hochwasser durchströmt wird. Durch die Aufweitung werden zusätzliche Überflutungsflächen geschaffen, die den Hochwasserschutz erhöhen. In der Vergangenheit kam es zu wiederholten Überschwemmungen von Gewerbegrundstücken am Bachlauf der Sonder.

Im Zuge der Landesgartenschau-Kampagne im Jahr 2006 erhielt bereits der Wildunger Bornebach das Prädikat „naturnah“. In den Jahren danach kam die Wilde an die Reihe, die inzwischen etwa zur Hälfte renaturiert ist. In Planung für den Zeitraum 2014/15 ist eine weitere Maßnahme an der Wilde im Streckenverlauf bei Reitzenhagen. (mk)

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