Neustart mit verschärften Schutzmaßnahmen

Bad Wildungen: Mutter-Kind-Klinik Talitha nimmt nach Corona-Ausbruch den Betrieb wieder auf

Freude über den Neustart: Zum Standard im Klinikbetrieb zählt das Tragen von FFP2 Masken für das Team.
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Freude über den Neustart: Zum Standard im Klinikbetrieb zählt das Tragen von FFP2 Masken für das Team.

Die Mutter-Kind-Klinik Talitha nimmt einen Monat nach dem Corona-Ausbruch den Betrieb unter nochmals verschärften Schutzmaßnahmen wieder auf.

  • Im Oktober wurden 31 Personen in der Mutter-Kind-Klinik Talitha in Bad Wildungen positiv auf Corona getestet worden. Die laufende Mutter-Kind-Kur musste abgebrochen werden.
  • Vier Wochen nach der Schließung nimmt die Klinik unter nochmals verschärften Schutzmaßnahmen ihren Betrieb wieder auf.
  • Mit Kontrolltests, FFP-2-Masken und der Arbeit in Kleingruppen will die Klinik Talitha des Caritasverbands Brilon das Infektionsrisiko minimieren.

Bad Wildungen – Vor einem Monat musste nach 31 Corona-Infektionen in der Mutter-Kind-Klinik Talitha in Bad Wildungen die laufende Kur abgebrochen werden. „Es war eine sehr bewegende Zeit für alle Mütter, Kinder und Kollegen“, schaut Klinikleiterin Andrea Twardella zurück. Trotz der Herausforderungen blickt das Talitha-Team zuversichtlich in die Zukunft: „Wir sind wieder am Start!“

Caritaverband: „Wir tun alles, um die Risiken zu minimieren“

Vor dem Beginn der neuen Kur am Dienstag wurden die ohnehin hohen Hygiene- und Schutzmaßnahmen noch einmal überprüft und weiter verfeinert, erläutert Twardella. „Bereits nach dem Lockdown, während dem wir ebenfalls schließen mussten, hatten wir zum Neustart Anfang Juli PCR-Reihentestungen eingeführt, und zwar selbst finanziert.“

Das war ein hoher Standard, der zu diesem Zeitpunkt nicht in der Testverordnung gefordert wurde, merkt die Klinikleiterin an. „Wir müssen uns als Gesellschaft eingestehen, dass es keine absolute Sicherheit geben wird“, sagt Heinz-Georg Eirund, Vorstand vom Caritasverband Brilon, der Träger der Klinik ist. „Aber wir tun alles, um die Risiken zu minimieren und die Angebote für Mütter und Kinder aufrechtzuerhalten, die gerade in diesen Krisenzeiten mit Stressfaktoren wie Home-Schooling, Angst um Arbeit und Finanzen, Kontaktbeschränkungen, besonders wichtig sind.“

Reihentests für Mütter, Kinder und Mitarbeiter

Zur weiter fortgeschriebenen Risikominimierung in der Klinik gehören jetzt auch wöchentliche Reihentests der Mütter und Kinder sowie der Mitarbeitenden. „Neben den bereits praktizierten Sicherheitsmaßnahmen, wie beispielsweise Kleingruppenbildung oder separate Mahlzeiten, tragen alle Mitarbeitenden jetzt FFP 2 Masken“, sagt Ulrich Sölken, Fachbereichsleitung Mutter-Kind-Kliniken.

Zum Neustart der Klinik Talitha am Dienstag wurden alle Mütter und Kinder in einem extra eingerichteten Zelt einem PoC-Schnelltest unterzogen. Dieser ergänzt den negativen Corona-PCR-Test mit Laboranalyse, der für einen Kurantritt zwingend erforderlich ist. „Und alle Personen hatten ein negatives Testergebnis“, betont Klinikleiterin Twardella. Das Ergebnis der Schnelltests, die bei den Mitarbeitenden am Tag zuvor durchgeführt wurden, war auch bei allen Mitarbeitenden negativ.

Auf Schwerpunkte spezialisiert, die vor allem in der Pandemie-Zeit belasten können

Ziel in der der Mutter-Kind Klinik Talitha ist es, den Mensch und seine Lebenssituation ganzheitlichzu betrachten. Die Klinik auf folgende Schwerpunkte spezialisiert, die vor allem in der Pandemie-Zeit Menschen besonders belasten können: Psychosomatische Erkrankungen, Naturheilkunde, Ernährungsstörungen und Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bewegungsförderung, Stressbewältigung, Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung, Soldatenfamilien.  red

Sicherheitstests: Bevor die neuen Patientinnen und ihre Kinder die Mutter-Kind-Klinik betreten, wird in einem Zelt ein zusätzlicher Corona-Schnelltest durchgeführt.

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