"Mit Kindern gut leben" in Bad Wildungen

Offener Elterntreff mit oder ohne Tipps

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Bad Wildungen - Das Projekt „Mit Kindern gut leben – Bad Wildungen“ wird um ein neues Angebot erweitert: Ein offener Elterntreff mit oder ohne Kind startet am 2. Juni im Mehrgenerationenhaus „Alte Schule“ am Kirchplatz.

Kurse, Hilfen, Beratung und Vermittlung für Schwangere, Mütter, Väter, Säuglinge, Babys und Kleinkinder werden seit 2007 rege angenommen. Diakonisches Werk Waldeck-Frankenberg, Stadt Bad Wildungen, Evangelische Kirchengemeinde, Deutscher Kinderschutzbund, zwei Hebammen und eine Familienhebamme haben ein gemeinsames Programm geschnürt, das von Sozialtherapeutin Christiane Scheffler koordiniert wird. Finanziert wird es von Stadt, Fachstelle für Suchtprävention, aus Spenden und Kollekten.Zum neuen Elterntreff für Mütter und Väter von ein- bis dreijährigen Kindern sind alle Interessierten jeden ersten Montag im Monat von 10 bis 11.30 Uhr in die Räume der Diakonie (rückwärtiger Eingang, erster Stock) eingeladen. „Sie können mit oder ohne Kinder kommen“, sagt Christiane Scheffler. Die Begegnung bietet Gelegenheit zum Plaudern im Kreis anderer Eltern von kleinen Kindern, lässt abschalten vom Alltag und ermöglicht Austausch mit Fachkräften – auf Wunsch auch intensiver. Vor allem Alleinerziehenden fehle oft ein Gesprächspartner. „Sie können sich beim Elterntreff in Ruhe hinsetzen, während ihre Kinder betreut werden“, ergänzt Olivia Maschke, Heilpädagogin, die sich beim Kinderschutzbund engagiert. Fortgeführt werden die weiteren Kurse, die schon seit Jahren erfolgreich laufen. Den „etwas andere Geburtsvorbereitungskurs“ mit Hebamme Edith Zwiorek gibt es bereits seit 2007. 347 Schwangere haben an 40 Kursen teilgenommen. Den Rückbildungskurs unter ihrer Leitung absolvierten seit 2008 insgesamt 253 Mütter in 27 Kursen. Zur Rückbildung mit Babys (Familienhebamme Marie Runde) liefen seit 2010 elf Kurse mit 52 Müttern. 62 Hebammensprechstunden „Hallo Baby“ mit Familienhebamme Marie Runde und Hebamme Dorothe Görgen fanden seit Februar an jedem ersten Freitag im Monat von 10 bis 12 Uhr statt. „Dabei waren durchschnittlich neun bis zehn Mütter mit ihren Babys“, berichtet Runde. „Die Nachfrage nach Einzelberatung und Unterstützung bei problematischen Situationen von Schwangeren, Müttern und Familien nimmt weiter zu“, berichtet Scheffler. Gynäkologen und Schulen vermitteln zunehmend junge Schwangere. Immer wieder finden anonyme Fallbesprechungen und Coachings mit den Hebammen statt. Problematiken sind vor allem Kindeswohlgefährdung, Gewalt und Sucht in der Familie oder Überforderungssituation mit Säuglingen und Kleinkindern, aber auch finanzielle Probleme und psychische Gefährdung. Die Treffen sind kostenlos, es ist keine Anmeldung erforderlich. Kontakt und ausführliche Informationen: Christiane Scheffler, Diakonisches Werk, Tel. 05621/969237.

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