Ausstellung und Rückblick von Berit Åkeson

Offenes Atelier in Braunau: Nach 50 Jahren ein Wiedersehen mit Unikaten

Kunstvolle Schmuckstücke: Auf großes Publikumsinteresse stieß der Tag des Offenen Ateliers nach Braunau, wo die Diplom-Schmuckgestalterin Berit Åkeson (rechts) Einblicke in ihr künstlerisches Lebenswerk bot. Foto: Völker

Braunau. „50 Jahre Schmuckgestaltung – ein Leben lang“ stand als Motto über zwei Tagen des Offenen Ateliers mit Ausstellung, Werkschau und Rückblick, zu dem die Diplom-Schmuckgestalterin Berit Åkeson in ihr Haus nach Braunau eingeladen hatte.

Aus allen Teilen des Landkreises kamen dazu interessierte Besucher, darunter Mitglieder des Frankenberger Vereins „Kunsttreff“, in dem die aus Burgwald stammende Berit Åkeson seit vielen Jahren als Mitglied auch Kurse für kreative Techniken leitet und Ausstellungen veranstaltet.

Seit 1985 arbeitet die Künstlerin, die der Landkreis Waldeck-Frankenberg 1992 mit dem Kulturpreis auszeichnete, in einem Atelier selbstständig, davon 18 Jahre im Bad Wildunger Stadtteil Braunau. In einer Videopräsentation mit eigener Musik, vielen Bildern und Dokumenten hielt die 1951 in Stockholm geborene Künstlerin jetzt Rückschau auf ihre eigene Entwicklung, die mit einer Ausbildung zur staatlich geprüften Technikerin an der Zeichenakademie in Hanau begann, nach der Prüfung zur Goldschmiedemeisterin dann zum Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München führte.

Seit 1983 ist Åkeson freischaffend und Mitglied im „Forum für Schmuck und Design“. Die Schmuckstücke aus edlen Materialien, die in ihrer Werkstatt entstehen, sind aufgrund dieses künstlerischen Anspruchs sämtlich Unikate, von denen es allenfalls nur ein paar Variationen gibt. „Ich wollte einige meine Arbeiten gern einmal wiedersehen, und habe deshalb auch ganz gezielt mir noch bekannte Trägerinnen eingeladen – das war so ein wenig mein Traum“, meinte sie.

Zeichenkurs in Harbshausen

Schon am ersten Ausstellungstag ging dieser Traum in Erfüllung: Viele Schmuckbesitzerinnen kamen in das Atelier in den Bad Wildunger Stadtteil Braunau, und Berit Åkeson konnte nun noch einmal ihre kunstvollen Unikate ganz neu wahrnehmen und Fotos mit den Trägerinnen anfertigen.

„Kunst ist Bereicherung und Seelennahrung, Weitsicht und Horizonterweiterung, persönlicher Ausdruck und Sichtweise,“ sagt  Åkeson.

Die Künstlerin berichtete über eigene Prägungen in ihrer künstlerischen Entwicklung an verschiedenen Ausbildungsstätten, insbesondere bei Professor Hermann Jünger (1928-2005) an der Akademie der Bildenden Künste München, der sie ganz wesentlich anregte und förderte.

Den Zugang zur Kunst möchte Berit Åkeson auch zukünftig anderen Menschen weitergeben. Bei der Kreisvolkshochschule Waldeck-Frankenberg bietet sie am Freitag, 8. Juni, in Harbshausen einen „Zeichenkurs – sehen lernen“ für Anfänger an. Anmeldungen nimmt die Volkshochschule unter Tel. 05631 97730 oder 06451 72860 entgegen. 

Von Karl-Hermann Völker

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