Marcel Weinrich vom Stresemann-Gymnasium ist unter den besten deutschen Nachwuchsbiologen

Olympiade im Biologie-Labor

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Das Labor ist seine Welt: Marcel Weinreich nimmt Ende Mai an der vierten Runde der Bioolympiade teil.Foto: Höhne

Bad Wildungen - Das Biologie-Labor ist seine Welt: Marcel Weinreich vom Gustav-Stresemann-Gymnasium ist unter den zwölf besten Nachwuchsbiologen von Schulen in ganz Deutschland.

Der 17-Jährige hat ein großes Ziel vor Augen: Die Teilnahme an der 26. Internationalen Bio-Olympiade (IBO) in Aarhus (Dänemark). Ob er bei dem internationalen Wettstreit naturwissenschaftlicher Talente dabei ist, zeigt sich Ende Mai bei der vierten Runde der IBO in Kiel.

Schon als Kind fesselten ihn die Naturwissenschaften, sagt er rückblickend. Regelmäßige Teilnahmen an der „Kinder-Uni“ weckten sein Interesse am Forschen und Experimentieren. Als Achtklässler wurde er auf die „Internationale JuniorScienceOlympiade“ aufmerksam und sammelte dort erste Erfahrungen in einem naturwissenschaftlichen Wettbewerb.

Vorträge und Experimente

In der Oberstufe qualifizierte sich Marcel dann für die zweite Runde der Bioolympiade des Leibniz Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik. Und hier punktete er in einer zweistündigen Klausur mit seinem fundierten Wissen und belegte auf Landesebene den zweiten Platz.Damit hatte er das „Ticket“ für die Teilnahme an der dritten Runde sicher. Im Kreis der 48 besten Absolventen aus ganz Deutschland stellte er sich dieser Tage in Kiel der anspruchsvollen Thematik. In fünf Tagen hörte sich die „Bio-Elite“ Fachvorträge an und machte etliche Experimente im Labor. Daran schlossen sich dann drei praktische Klausuren und eine vierstündige theoretische Klausur an. Der Gymnasiast aus Bad Wildungen schloss als Elfter ab, und ist beim nächsten Entscheid Ende Mai mit dabei. Die besten vier Absolventen dieser vierten Runde nehmen dann internationalen Vergleich mit mehreren Nationen in Aarhus teil.

„Die fünf Tage in Kiel waren eine super Erfahrung“, freut sich der Gymnasiast, der in diesem Jahr sein Abitur bauen will. „Die Aufgaben der Olympiade beruhen nicht auf dem Lehrplan der Schule, sondern wir müssen uns zu unbekannten Problemstellungen, eigene Lösungswege ausdenken“, skizziert Marcel das anspruchsvolle Anforderungsprofil. „Die Klausuren sind so konzipiert, dass sogar ein Professor in dem Fachbereich nur circa 90 Prozent der Fragen richtig beantworten kann.“

Einladung zur University nach Sheffield

Wettbewerbe wie diese sollen junge Talente aus der Oberstufe auf das wissenschaftliche Arbeiten in der naturwissenschaftlichen Forschung vorbereiten. „Die Bio-Olympiade ist ein toller Anreiz für Schüler. Man lernt viel, knüpft Kontakte und bekommt Chancen auf interessante Forschungs-Praktika“, betont Marcel. Seine Leistung in der dritten Runde wurde bereits belohnt - mit einem Praktikumsplatz für die „University of Sheffield“ in Großbritanien, nach bestandenem Abitur.

Die Möglichkeit, selbständig in die Bio-Räume des GSG zu gehen, habe ihm sehr geholfen, freut sich der Stresemann-Schüler. Unter Aufsicht durfte er Fachliteratur studieren und Utensilien des Labors für Lernzwecke nutzen. Aber eins ist ihm klar: Ohne seine Begeisterung für Biologie, Physik, Chemie hätte er es nie so weit gebracht.

Von Andreas Lewen

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