130 Oldtimer legten im Rahmen der ADAC-Fahrt Station vor der Wandelhalle ein

Parade der alten Flitzer

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Wolfgang Gerlach aus Hemfurth mit seinem DKW 1000 SP, Baujahr 1952. Er wurde als einer der schönster Oldtimer für die Entscheidung im Juni nominiert.

Bad Wildungen - Die Wildunger Wandelhalle war am Samstag das Ziel von 130 blank gewienerten Autos, die bei der 20. ADAC-Oldtimerfahrt durch Nordhessen kurvten.

Der NMC Baunatal hat die Ausfahrt in den Kategorien Wander-, Touristik- und Sportwertung organisiert. Zum siebten Mal war die Platz vor der Wandelhalle das Ziel der 120 Kilometer langen Fahrt, die über Besse, Metze, Gudensberg bis zur Garvensburg führte, wo eine Mittagspause eingelegt wurde. Weiter bewegte sich die Kolonne der Automobile und Motorräder über Fritzlar, Waldeck und die Edersee-Randstraße und über die Sperrmauer durch Affoldern, Giflitz, Albertshausen und Reinhardshausen zum Kontrollpunkt auf dem Bad Wildunger Marktplatz. Anschließend kam Frank „Charly“ Fernau mit seinem offenen Ford Spedster als Erster im Kurpark an, in einem Oldtimer, der genau wie sein Besitzer „85 Jahre auf dem Buckel hat.“

Filzmatte schont den Plattenbelag

Dann ging es Schlag auf Schlag, ein schmuckes Schätzchen nach dem anderen fuhr zu den Klängen eines Ensembles der Kurkapelle vor der Wandelhalle vor. Hier wurden sie von AWWiN-Helfern eingewiesen; unter jedes Automobil wurde eine beschichtet Filzmatte gelebt, um den Plattenbelag vor eventuell auslaufendem Öl zu schützen. Die Automobile hatten vom Wandelhallenvorplatz bis zur Konzertmuschel Aufstellung genommen hatten. Viele interessierte Besucher besichtigten die „Oldies“ eingehend, warfen einen Blick unter die Motorhaube und fachsimpelten mit den Fahrern über ihre Schätzchen. Streckensprecher und Moderator Georg Burkert: „Nur wenn die Oldtimer, die alle Unikate sind, sorgfältig und liebevoll gewartet, gehegt und gepflegt werden, haben die Besitzer viel Freude an ihren Autos.“ Burkert ging kenntnisreich ins Detail. Die Zuschauer erfuhren, dass NSU 1983 mit der Produktion von Strick- und Webmaschinen begonnen hat - der Name NSU hieß Neckarsulmer Strickwaren Union. Später wurde das Unternehmen weltweit größte Motorradschmiede. Bei DKW (Dampf Kraft Wagen) ging die Motorradzeit mit dem Aus für Zweitaktmotoren zu Ende, und BMW stellte 20 Jahre nur Motorräder her, bevor in den 30-er Jahren der erste Pkw auf den Markt kam. Bevor am Abend die Sieger der Fahrt geehrt wurden, hieß es für die Teilnehmer und Helfer in der Wandelhalle: Das Buffet ist eröffnet.“

Von Werner Senzel

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