Bad Wildungen: Themen im Schnelldurchlauf abgehandelt

Parlament kommt und geht rasch

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Bescheidener Blumenschmuck vor dem neuen Dorfgemeinschaftshaus in Frebershausen. Dieser eher triste Anblick soll sich bald zum Positiven ändern.

Bad Wildungen - Nach nicht einmal einer halben Stunde war alles vorbei, öffentlich und nicht öffentlich: Das Stadtparlament absolvierte Montagabend in der Wandelhalle eine bemerkenswerte Mini-Sitzung.

Die kärgliche Tagesordnung bot für Freunde der Wildunger Stadtpolitik nicht ein einziges halbwegs interessantes Thema. Dies besagte indirekt: Nichts Neues bei den großen Wildunger Hängepartien wie Kurhaus und Heloponte.

Trotzdem waren etliche Zuhörer gekommen, sie hofften vielleicht auf die letzte Rettung, den Routinetagesordnungspunkt „Anfragen und Anregungen“, der bisweilen durchaus Brisantes bietet. Doch diesmal störten auch fünf Anfragen nicht die Ruhe an der Parlamentsfront.

So beklagte Ralf Gutheil (SPD) den Zustand einer Ruhebank bei den Goecketeichen (Nähe Golfplatz). Klaus Micino (parteilos) behauptet, am Platz vor dem Lindentor (Altstadt) wächst „hohes Unkraut“ aus der Pflasterung. Horst Reis, FWG, bemängelt eine unklare Beschilderung des Innenstadtbereichs Scharnier/Postplatz. Ortsunkundige übersähen die Abfahrt über den Eselspfad und steuerten stattdessen geradeaus Richtung Fußgängerzone.

Nach der bedauerlichen Auflösung des rührigen „Fördervereins Landesgartenschau“ müsse es mit der Pflege des Geländes weitergehen, fordert Bernd Ulrich, CDU.

Letzter Anfragender ist Walter Mombrei, SPD, der aufhorchen lässt mit einem zunächst ominösen Hinweis auf eine immer noch nicht erledigte „Großbaustelle Reitzenhagen“. Dies ist allerdings eher spöttisch gemeint, Thema ist der renovierungsbedürftige Spielplatz in dem kleinen Stadtteil im Wildetal. „Keine Mittel mehr vorhanden im Haushalt, wenn, dann im Etat-Nachtrag für 2014“, vertröstet Bürgermeister Volker Zimmermann den SPD-Abgeordneten. Er versichert allen Fragestellern, er werde sich um die angesprochenen kleinen Missstände kümmern.

Zu guter Letzt doch noch ein gewisser Höhepunkt der Parlamentssitzung: Ohne Wortmeldung gehen die Hände hoch für die Bewilligung einer Geldspritze, die Frebershausen zugute kommt. Es geht um die Dorferneuerung des Wildunger Stadtteils im schönen Wesetal am Rande des Nationalparks, konkret um die Freiflächengestaltung am neuen Dorfgemeinschaftshaus, gelegen unmittelbar an der Ortsdurchfahrt Richtung Frankenau. Der städtische Anteil an diesem Unternehmen beläuft sich auf stattliche 34500 Euro.

Insgesamt wird die Gestaltung der Freifläche am neuen DGH mit rund 93000 Euro veranschlagt. Mit rund 11000 Euro Folgekosten wird pro Jahr gerechnet. (jm)

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