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Pflege-Aktionstag an Wildunger Hartenstein-Kliniken: Team-Arbeit statt Hierarchien

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Ziehen positive Bilanz über den Pflegeaktionstag: Oberarzt Dr. Marius Butea-Bocu und Klinikpflegeleitung Christian Brhel.

Reinhardshausen – Wie für die Pflege in  Akutkliniken haben sich   die Anforderungen an die Versorgungsqualität und damit an Pflegekräfte in Reha-Kliniken gewandelt.

Eine Erklärung dafür liegt in dem Umstand, dass Krankenhaus-Patienten heutzutage wesentlich rascher und damit weniger auskuriert nach einem Eingriff in die Reha überwiesen werden.

Um Kolleginnen und Kollegen einen Einblick in dieses veränderte Arbeitsumfeld zu geben, luden die Hartenstein-Kliniken zu einem „Pflegeaktionstag“ ein. Anforderungen und Möglichkeiten der Reha-Pflege sollten dargestellt werden, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens dazu.

Begleitet wurde die Aktion im Vorfeld unter anderem vom Präsentieren großer Plakate in der Gesundheits-Stadt, etwa an der Haupteinfallstrecke der Berliner und Bahnhofstraße. Über sie steuern jeden Morgen viele Berufspendler/Innen ihre Arbeitsplätze an.

Im Fokus des Programms stand die Pflege in der urologischen Onkologie (Krebsheilkunde der harnbildenden und -ableitenden Organe, wie der Niere). Es ging um die Abläufe im Urologischen Kompetenzzentrum für die Rehabilitation (UKR). Mit 18 Fachärzten in der Urologie und eigens entwickelten, allgemein anerkannten Behandlungsmethoden stellt das UKR eine der größten Einrichtungen in Deutschland auf diesem Sektor dar.

Zum einen zählten viele Vorträge zu Spezialthemen des Klinikalltages zum Programm. Rundgänge durch die medizinischen Abteilungen ergänzten diesen theoretischen Teil. Zudem wurden die wichtigsten Aspekte bei der Stomaversorgung an Modellen oder bei der Versorgung von Patienten nach Anlage einer Neoblase vermittelt. Darunter versteht man einen aus Dünndarm erstellten Ersatz für die entfernte Harnblase. Dr. Marius Butea-Bocu, Oberarzt in den Kliniken Hartenstein, hielt gemeinsam mit Klinikpflegeleiter Christian Brhel einen Vortrag zum Thema interdisziplinäre Zusammenarbeit und betonte darin die Bedeutung des Teamgedankens zwischen Pflegekräften und Medizinern:

„Es ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß, strikte Hierarchien zu etablieren“, unterstrich Butea-Bocu. Es habe sich gezeigt, dass nur ein teilnehmendes Miteinander durch Anerkennung der Stärken alle Teammitglieder das Patientenwohl in entscheidendem Maße verbessern könne.

Christian Brhel zog am Ende des Tages zufrieden Bilanz: „Wir konnten die Bedeutung der teamübergreifenden Kommunikation verstärken und werden diese ausweiten und vorantreiben, indem wir mehr regelhaften Austausch und Schulungen einplanen werden.“

Es sei enorm wichtig, den Austausch der Abteilungen sowie der Fachkräfte untereinander zu fördern. Das gelte gerade in Zeiten zunehmender Spezialisierung  -red/su-

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