Höringhausen

Mit dem Rad auf dem Pilgerweg

- Waldeck-Höringhausen (resa). Er kennt seine Grenzen und seine Möglichkeiten: Mit der Tour über den Jakobsweg nach Santiago de Compostela hat Hermann Eßbach nun aber seinen eigenen Rekord eingestellt. Er radelte 2675 Kilometer.

Die Sonne brannte ihm auf den Kopf, der Weg vor ihm wurde steiler und nur die kleinen blauen Schilder mit der gelben Muschel erinnerten inmitten von Wäldern und Hügeln an das Ziel. Es waren aufregende Tage, die Hermann Eßbach aus Höringhausen auf dem Jakobsweg verbrachte. Während manch ein deutscher Pilger den Weg nach Santiago de Compostela in Frankreich oder Spanien beginnt, wollte Hermann Eßbach den ganzen Weg schaffen. „Meine Rechnungen ergaben, dass ich rund 2400 Kilometer bis ans Ziel fahren würde“, erzählt der 66-Jährige. Zwar fühlt sich Hermann Eßbach seit Jahrzehnten im Sattel Zuhause, mit einer Tour nach Ungarn 2007 hatte er aber seinen persönlichen Rekord abgesteckt – 1500 Kilometer verbrachte er damals im Sattel.„Nun wurde es Zeit, ein neues Ziel in den Blick zu nehmen“, schmunzelt er, „und als meine Frau im Fernsehen einen Bericht über den Jakobsweg sah, war meine Entscheidung gefallen“. Am 9. August brach er mit seinem leichten Alu-Rad und rund 35 Kilogramm Gepäck auf – Kartenmaterial und Wäsche schickte er von unterwegs zurück nach Höringhausen. Der ganze Ort fieberte mit, jeden Abend meldete er sich bei seiner besorgten Frau, die sofort die Kinder über den neuesten Stand informierte.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Samstag, 10. Oktober 2009.

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