Bad Wildungen: Technische Hochschule Mittelhessen umgezogen

Platz für noch mehr Studierende

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Am neuen Bad Wildunger Campus in der Eichlerstraße: Prof. Dr. Matthias Willems, Friedhelm Pfuhl vom Fachdienst Schulen und Bildung im Kreis, MdL Daniela Neuschäfer, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Philipp Prangenberg, Luca Meyer, Annika Klawe, Sebastian Hütig und Florian Lange von den Studierenden, Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nawrotzki, Student Maximilian-Veit Teschner, MdL Claudia Ravensburg, Erster Stadtrat Bart van der Meer, Norbert Müller vom Competence Center (von links).

Bad Wildungen - Studieren unter idealen Voraussetzungen und freie Kapazitäten für weitere Studiengänge - bei der Feier zum offiziellen Einzug der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in die Eichlerstraße stand eine Expansion am neuen Bad Wildunger Campus im Blick.

Ver Jahre diente das Kurhaus in der Langemarckstraße als Übergangsdomizil für das „Studium plus“. Am neuen Standort im ehemaligen Gebäude der Berufsakademie „haben wir einen Super-Schritt nach vorn gemacht“, freute sich Prof. Dr. Matthias Willems vom Zentrum Duales Hochschulstudium (ZDH) über die großzügigen Räume. „Wir könnten noch mehr Studierende aufnehmen.“

Norbert Müller, Vorstandsvorsitzender des Competence Centers (CCD) war voll des Lobes: „Ein Standort, den man sich besser nicht wünschen kann.“ Das duale Studium sei insbesondere in der dünn strukturierten ländlichen Region der richtige Weg, um qualifizierten Nachwuchs zu sichern. Müller setzt auf Qualität und Wachstum. „Zwei Studiengänge von uns sind im Top-Ranking in Deutschland vertreten.“ 600 Unternehmen aus Hessen unterstützten die duale Ausbildung, 1368 Absolventen seien bereits „der Wirtschaft zugeführt“. 200 Studierende mehr als noch im Vorjahr hätten sich eingeschrieben. In der Feierstunde am Wildunger Campus sagte der CCD-Chef: „Wir schaffen hier eine elitäre Ausbildung, weil wir keine volle Hörsäle sondern ganz kleine Studiengruppen haben.“ Bei aktuell 54 Studierenden in Bad Wildungen und 60 an der Außenstelle der THM in Frankenberg peilt Landrat Dr. Reinhard Kubat ein ehrgeiziges Ziel an. „Ich hoffe, dass wir bald die 200er Marke erreichen können.“

Landflucht junger Menschen entgegen wirken

Das „Studium plus“ sei die Premium-Klasse bei der Ausbildung in Waldeck-Frankenberg. „Wir sind unendlich froh, dass wir dieses Angebot an zwei Standorten haben,“ betonte Kubat. Bad Wildungens Erster Stadtrat Bart van der Meer wertete den Umzug in das städtische Gebäude in der Eichlerstraße als „Schritt zur langfristigen Etablierung einer Außenstelle der THM in Bad Wildungen.“ Absolventen weiterführender Schulen hätten damit die Chance auf ein heimatnahes Hochschulstudium in Wirtschaftsinformatik und Mittelstandsmanagement. „Das soll ein Beitrag der Stadt Bad Wildungen sein, der Landflucht der jungen Menschen ein wenig entgegen zu wirken.“

Seitens der Studierenden freute sich Florian Lange über nahezu perfekte Lernbedingungen am neuen Standort am Wäschebach. „Hier wird studiert, hier wird richtig gearbeitet.“ Einblicke in Hörsäle und andere Räume der Bildungsstätte gewannen die Teilnehmer der Feier bei einem Rundgang durch die drei Etagen. In den Lernpausen wird auch entspannt, zur Terrasse mit Blick auf die grüne Wiese „fehlt nur noch das Beachvolleyballfeld“, sagte Florian Lange mit einem Schmunzeln.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier in den neuen THM-Räumen vom Salonorchester Cappuccino aus Bad Arolsen mit beschwingten Rhythmen. (höh)

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