Übrigens

Qual der Wahl

- Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Mal eben Frühstückskonfitüre kaufen? Im Regal stehen Himbeergelee, Erdbeermarmelade – püriert oder mit ganzen Früchten, Heidelbeeraufstrich, Quitten-Gelee. Beim Textiler statt wollener Einheitsunterhosen exklusive Dessous-Beinkleider aus Baumwolle, Latex oder einem Wunder-Hightech-Material, Schlüpfer mit Bein, hüfthoch oder String-Tanga, das alles in Tausenden von Farben.

Welche Erholung kann da die Politik bieten, wenn bei einer Bürgermeisterwahl der Amtsinhaber antritt und sich kein Gegenkandidat aus der Deckung wagt. Als Redakteure von Berufs wegen in die Geschichte eingebunden, haben wir uns angesichts des anstrengenden Urnengangs in Wildungen schon gefreut, als es zunächst hieß: In Edertal und Waldeck macht’s jeweils „der Alte“ und ein Rivale sei nicht in Sicht.

Wie gesagt: Zunächst. Zu früh gefreut, das trifft’s. In Edertal treten mindestens drei an, nachdem der Amtsinhaber offiziell seinen Verzicht erklärte. Nun überlegt er doch wieder und es könnten sogar vier werden, die um den Rathaussessel ringen. Stichwahl garantiert. Und als Sahnehäubchen dieser Traum gestern Nacht. Willi-Ernst Schreiber wirft seinen Hut in den Ring – aber nicht in Edertal, sondern in Waldeck, um was Neues auszuprobieren.

Dort hätten wir dann auch ein Trio. Mit der nächsten gesicherten Stichwahl – und der Vorstellung, dass uns im Herbst an vier aufeinander folgenden Sonntagen Wahlberichterstattung ins Haus stünde. Das wäre eine ganz neue Dimension der Wahlqual, versucht schweißgebadet in den Schlaf zurückzufinden

euer Sternchen

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