Edertal

Ramsauer liegt in Sachen Edersee daneben

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- Edertal. Die Edersee-Touristic hat in ihrem provisorischen, neuen Hauptsitz am Info-Point Affoldern die Arbeit aufgenommen. Die Verantwortlichen zeigen Unverständnis über die jüngsten Äußerungen von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer.

Er hatte erkennen lassen, dass er bei der Bewirtschaftung des Edersees keinen Anlass sieht, mehr Rücksicht als bisher auf die Belange des Tourismus zu nehmen. Dabei hatte er auf die guten Gästezahlen 2009 verwiesen. Kunststück, meint Wilfried Meyer, Chef der Edersee-Schifffahrt und Vorsitzender der Fördergesellschaft Edersee. Die Steigerung sei zu verzeichnen gewesen, weil es 2008 wegen des zu niedrigen Wasserstandes einen massiven EInbruch gegeben habe. Ramsauer müsse sich darüber klar werden, dass Kaisers Zeiten vorüber seien und dass dem Tourismus als Wirtschaftsfaktor eine sehr große Bedeutung in der Region zufalle. Die Arbeitsplätze hier seien mindestens ebenso wichtig wie die 200 bei der Firma Richter, für deren Transporte 2008 so viel Wasser abgeleitet worden sei. Man dürfe sich in Zukunft nicht mehr nur mit den Wasserwirtschaftsexperten in Berlin unterhalten, sondern müsse an die Tourismus-Fachleute herantreten, damit sie helfen, ein Umdenken bei den beteiligten Ämtern einzuleiten, ergänzt Edertals Bürgermeister Wolfgang Gottschalk.

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