Wildungen feiert Abschluss der Bauarbeiten am Scharnier

Rendezvous-Woche auf der Brunnenmeile

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Kulinarisches Rendezvous: Zimmermann, Gier, Spogat und Krammer.Fotos: Senzel

Bad Wildungen - Als am Sonntagvormitttag die ersten Besucher in die Brunnenstraße kamen, ging manch besorgter Blick zur dichten Wolkendecke am Himmel: „Gleich wird es regnen“, befürchteten viele.

Vom befürchteten Guss unbeeindruckt breiteten Yogalehrerin Nüket Duru und zehn weitere Yogis ihre Matten auf der Brunnenstraße aus und begannen mit ihren Übungen wie dem Krieger, der Cobra und dem herabschauenden Hund, bevor sie ihren „Gruß an die Sonne“ schickten. Und - siehe da - die Wolkendecke riss auf und die ersten Sonnenstrahlen erschienen. Yoga wirkt dauerhaft, denn Regen gab es den gesamten Tag nicht.

Bürgermeister Volker Zimmermann - an seiner Seite seine die „Ab in die Mitte“-Kollegen Hartmut Spogat (Fritzlar) und Klaus Gier (Edertal) - erinnerte an den langen Weg von der Bewerbung am landesweiten Wettbewerb bis zur Fertigstellung der Projekte in den Zentren der drei Kommunen. Zimmermann: „Ein neues Verkehrskonzept wurde entwickelt und verwirklicht und die neue Mitte unsrer Stadt als Verbindung zwischen Kurviertel und Altstadt verwirklicht und mit Leben erfüllt.“ Der Bürgermeister bedankte sich bei den Anliegern, „die über Jahre viel aushalten mussten.“ Natürlich habe das Objekt auch Anlass zu Kritik und Diskussion gegeben, doch eine Politik ohne Risiko bedeute Stillstand oder gar Rückschritt. Zimmermann: „Was wir geschaffen haben, funktioniert und macht unsere Stadt attraktiver.“

Bernd Ulrich, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Bad Wildunger Wirtschaft (AWWiN), hieb in dieselbe Kerbe: „Leute - ist das nicht herrlich, endlich sind wir mit der Baustelle fertig!“ Alles sei richtig gut geworden und „wir können stolz auf unsre Stadt sein. Viele Großstädte würden sich die Finger nach einer solch prächtigen Allee lecken.“ Der AWWiN-Vorsitzende scheute keinen Vergleich, sei es zu „Unter den Linden“ oder der „Avenue des Champs-Élysées“. Das große Vorhaben habe nur gelingen können, weil viele Politiker, Vereine und Institutionen zusammengearbeitet und an einem Strang gezogen hätten. Bernd Ulrich beklagte aber auch die traurige Entwicklung des Einzelhandels und viele Leerstände und forderte dazu auf: „Gehen Sie in die Stadt und kaufen dort ein, bevor Sie mit einem Knopfdruck Ihren Einkauf in Bad Hersfeld tätigen.“ Man wolle die Artenvielfalt der Stadt mit vielen kleinen Geschäften erhalten. Die Gelegenheit zum Einkaufen haben am Sonntag sehr viele Wildunger und Besucher aus der Region in den geöffneten Geschäften genutzt. Dabei wurden sie von Jongleuren, Feuerkünstlern und Pantomimen unterhalten, von einem Drehorgelspieler und von Angela Merkel und Sigmar Gabriel als „Pneuphoniker“ auf elektronischen Instrumenten.

Unterstützt von den Köchen Christoph Brand (Fliegende Köche) und Josef Krammer (Restaurant Das Nägel) und dem Patissier Christian Bach zauberten die drei „Ab in die Mitte“-Bürgermeister ein Drei-Gänge-Menü, von dem die Gäste vor der Bühne probieren konnten. Hartmut Spogat (Fritzlar) kredenzte aus der österreichischen Heimat von Josef Krammer Kaspressknödel in der Brühe, Christoph Brand ging Volker Zimmermann bei der Zubereitung von Steaks mit mediterranen Beilagen zur Hand, und gemeinsam mit Christan Bach wagte sich Klaus Gier an weiße Vanille-Mousse mit Erdbeeren und zerbrochenen Keksen zum Dessert. Es hat allen vorzüglich geschmeckt.

Von Werner Senzel

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