Bürgermeister kündigt scharfe Marschrichtung an

Rigoros gegen Falschparker

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Parken an der Türschwelle ist künftig nicht mehr möglich; Pfosten sollen Falschparker auf dem Bad Wildunger Marktplatz an der Ecke Brunnenstraße/Lindenstraße fernhalten.Fotos: Höhne

Bad Wildungen - Den Falschparkern geht es an den Kragen. Abgestellte Autos im Halteverbot, widerrechtlicher Verkehr in der Fußgängerzone - diese und andere Verstöße sollen künftig rigoros geahndet werden, kündigt Bürgermeister Volker Zimmermann an.

Am Marktplatz an der Ecke Brunnenstraße/Lindenstraße wurden Pfosten montiert, um Autofahrer fernzuhalten. Immer wieder kommt es vor, dass für einen Sprung in ein Geschäft der Wagen fast an der Türschwelle abgestellt wird.

An dieser Ecke hat ein Busfahrer kürzlich wegen eines Falschparkers einen Verkehrsstau ausgelöst (WLZ berichtete). Das Auto behinderte zwar nicht den Verkehr, trotzdem verweigerte der Busfahrer strikt die Weiterfahrt. „Da sollte wohl ein Exempel statuiert werden“, mutmaßt Bürgermeister Zimmermann. In einer Aufsichtsratssitzung des Wildunger Verkehrsunternehmens BKW wurde dieser Tage eine verschärfte Marschrichtung eingestielt. Zimmermann kündigt an: „Alle Wildparker werden ab sofort aufgeschrieben.“

Das gelte auch für Abend- und Nachtstunden, denn gerade dann sei eine Vielzahl von Pkw zu beobachten, deren Fahrer sich nicht an den Parkregeln orientieren und ihren Wagen da abstellen, wo gerade Platz ist. „Auch der ein oder andere ehrenamtliche Politiker hat sich bei Sitzungen im Rathaus nicht immer daran gehalten“, gibt Zimmermann zu.

Ein weiteres Ärgernis sei widerrechtlicher Verkehr in der Fußgängerzone. Weil hier offenbar keine Einsicht zu erzielen ist und einige weiterhin nach Gutdünken durch die Flaniermeile fahren, ist eine Pfostenregelung geplant. Die Hindernisse sollen die Durchfahrt nur während der Lieferzeit zwischen 6 und 11 Uhr ermöglichen. „Wer nachmittags eine Lieferung bekommt, muss sie dann halt mit der Sackkarre ins Geschäft schieben“, sagt Zimmermann entschlossen. „Es hilft nichts, wir werden das rigoros angehen.“

Mehr Lärm seit der Zwangspause

Der Bürgermeister bedauerte, dass die Rechtsangelegenheit zur City-Streife immer noch nicht geklärt ist. Das Innenministerium will prüfen, ob sich die privaten Sicherheitsdienstler hoheitliche Aufgaben anmaßen, die allein Sache der Polizei sind. „Wir versuchen das zu lösen“, kündigt der Rathauschef an. Er wundere sich jedoch, dass die Landesregierung, die stark auf die Sicherheit der Bürger abziele, gleichzeitig die Stadt Bad Wildungen hindere, eine City-Streife in Zusammenarbeit mit der Polizei einzusetzen.

Der Einsatz der Streife habe sich sehr bewährt. Vor allem die oft kritisierten Ruhestörungen in der Altstadt hätten deutlich abgenommen. Das habe sich seit der verordneten Zwangspause wieder ins Gegenteil gekehrt. Zimmermann will den Finanzausschuss bitten, den beschlossenen Sperrvermerk für die Streife aufzuheben.

Von Conny Höhne

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