Laternenpfahl und Grenzstein verengen den Bürgersteig

Rollator-Fahrer haben Platzprobleme an neuer Verkehrsinsel Wega

Ein alter Grenzstein und ein Laternemast verengen den Bürgersteig an der neuen Wegaer Verkehrsinsel so sehr, dass sich manche Rollator-Fahrerin nicht traut, diesen neuen Überweg zu benutzen. Foto: Schuldt

Bad Wildungen-Wega. Kaum ist die Verkehrsinsel in Wega fertig, liefert sie Diskussionsstoff. Denn die erste Rollator-Fahrerin wurde gesichtet, die nicht etwa die Querungshilfe nutzte, sondern etliche Meter nebenan die Straße überquerte.

Allerdings hatte sie einen guten Grund, wie sich bei näherem Hinsehen auf der (aus Richtung Wellen) rechten Straßenseite zeigt, berichtet die WLZ ausführlich in ihrer Donnerstagsausgabe. Der Bürgersteig an der Insel ist dort ohnehin schmal; ein Grenzstein und ein Laternenpfahl verengen den Fußweg zusätzlich. Zwischen Straße und diesen Hindernissen verbleiben 1,28 Meter.

Berücksichtigt man, dass ein Rollator mindestens 65 Zentimeter lang ist und viele Modelle inzwischen gar Längen von einem Meter und mehr erreichen, wird klar: Wer sich dort mit einem solchen Hilfsmittel aufstellt, um die Fahrbahn zu überqueren, steht mit den Rädern schnell auf dem Asphalt – während etwa ein Lkw an einem vorüber fährt. Das angepeilte Ziel, mehr Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer zu schaffen, wird unter solchen Umständen verfehlt.

Das Bauamt weiß um das Problem, beobachtet die Lage und kündigt bei Bedarf Änderungen an. (su)

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