Bad Wildungen

Rührendes Schicksal mit Happy End

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- Bad Wildungen. Was der kleine Mischling Roboto aus dem spanischen Roquetas de Mar erlebt hat, erinnert an Jack Londons „Wolfsblut“ oder die Neuverfilmung von „Lassie kehrt zurück“. – Eine rührende Geschichte von der Suche nach einem Zuhause, Widerstand gegen Zwang, abenteuerlicher Flucht und einer seltenen Seelenverwandtschaft.

Im Dezember 2007 nahm die „Tieroase Heuchelheim“ den etwa acht Jahre alten und knapp 40 Zentimeter großen Straßenhund auf. Zusammen mit anderen Artgenossen, die in Spanien aufgegriffen oder bereits in einer Tötungsstation gelandet waren. „In Spanien war er ein typisches Mobbing-Opfer“, sagt Ilse Toth, Chefin der Tier-Oase, die sich – zusammen mit anderen Tierschützern – um Hunde mit einem traurigen Schicksal kümmert.

Für den scheuen Roboto fand sich rasch ein Pflegeplatz in Mücke bei einer alleinerziehenden Frau mit zwei Kindern. Als ihr neuer Mitbewohner schon am dritten Tag fortlief, war die Familie untröstlich. Der hellbraune Hund wurde immer wieder im Dorf gesehen. Aber erst als die Tierschützerin Lisa Biehl, die zwischen Spanien und Deutschland hin und her pendelt, nach Mücke kam, fasste Roboto Vertrauen. „Als er spanische Wörter hörte, spitzte er die Ohren, kam ein Stück auf uns zu, drehte aber im letzten Moment um und verschwand.“

Bis zum Sommer 2009 lagen der Impfausweis und ein Foto des Vierbeiners noch in einer Schublade der „Tieroase“, dann wurden sie entsorgt. Kurz vor Weihnachten kam ein überraschender Anruf aus dem Tierheim Bad Wildungen. Dort sei ein Hund abgegeben worden, der aus der Tieroase stamme. Dank des eingepflanzten Chips und über das Haustierregister Tasso wurde seine Spur bis Heuchelheim verfolgt. Roboto – der kleine Hund, der sich von niemanden anfassen ließ, war 120 Kilometer vom Vogelsberg nach Bad Wildungen gelaufen.

Wie Roboto doch noch ein Zuhause fand lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 29. Januar.

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