Ganzjährig verwendbare Kunststoffeisbahn mögliche Lösung

Rutsche nutzbar, Eisbahn bleibt zu

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Am kommenden Wochenende geht die schadhafte Riesenrutsche im Heloponte unrepariert wieder in Betrieb.

Bad Wildungen - Mit den aktuellen Heloponte-Problemfällen Riesenrutsche und Eisbahn befasste sich das Stadtparlament in seiner Jahresabschlusssitzung. Zumindest die Rutsche geht wieder kurzfristig in Betrieb.

Dagegen ist das Kapitel „Eisbahnsaison 2012/2013“ endgültig erledigt, falls nicht eine längere Frostperiode das Provisorium einer rasch angelegten Natureisbahn ermöglicht.

Die Instandsetzung der defekten bisherigen Ammoniakanlage (neue Rohre und Tank) würde nach dem Bericht des Bürgermeisters 143 000 Euro kosten und eine Dauer von neun Wochen beanspruchen: „Dann wären wir weit im Februar, das wäre zu spät.“

Dies soll aber nicht das letzte Wort in Sachen Eisbahn sein, zumal die Grünen eine vielleicht interessante Alternative zur Sprache brachten. Ersatzangebote wie eine Kunststoffeisbahn sollen auf den Prüfstand gestellt werden. Nach den Worten von Klaus Stützle könnte eine solche Eisbahn kurzfristig gekauft oder gemietet werden. Und sie wäre ganzjährig nutzbar, in der warmen Jahreszeit zum Beispiel als Soccerfeld.

Bei der kaputten Rutsche sieht es besser aus: Der Magistrat hat sich für die komplette Instandsetzung der undichten Filter ausgesprochen (77 000 Euro).

So weit wollten die Parlamentsfraktionen ohne nähere Beratung nicht gehen und verschoben ihr Votum auf die erste Sitzung 2013 Anfang Februar. Jedoch kann der Rutschenspaß kurzfristig wieder stattfinden, auf Vorschlag von Walter Mombrei (SPD) soll der Wasserverlust (15 Kubikmeter am Tag) in Kauf genommen werden.

Jürgen Graul (FDP) regte an, die Rutsche ausschließlich an besuchsstarken Tagen, also vorwiegend am Wochenende, freizugeben. Bürgermeister Volker Zimmermann ist einverstanden, gibt aber keine Garantie, dass die blaue „Schlange“ durchhält. Auch Helo-Betriebsleiter Günther Gutheil ist eher skeptisch, „ob das funktioniert“.

Nächsten Samstag/Sonntag wird die Heloponte-Crew laut Gutheil „es mal ausprobieren und beobachten, was passiert“.

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