Ulrich Tent schlägt als Bürgermeisterkandidat erste Pflöcke seiner politischen Linie ein

Säle halten – privat oder in Stadthand

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Bad Wildungen - „Auch ich habe damals gegen die Staatsbad-Übernahme gestimmt, aber die Mehrheit hat anders entschieden. Darauf muss man sich einstellen“, sagt CDU-Bürgermeisterkandidat Ulrich Tent.

Die rückwärtsgewandte Diskussion der letzten Monate helfe nicht weiter, betonte er nach der Nominierung durch die CDU-Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag. Von den mehr als 300 eingeschriebenen Christdemokraten der Badestadt nahmen rund 60 an der Veranstaltung teil. Eine Mobilisierungsquote, mit der Tent sehr zufrieden ist: „Dass es vor sechs Jahren mehr waren, liegt natürlich daran, dass es damals zwei Kandidaten gab.“

Anhand des Themas „Kurhaus“ beschreibt Tent auf WLZ-FZ-Nachfrage, welche Linie er im Unterschied zu Volker Zimmermann verfolgt. Er hält nichts davon, die Veranstaltungssäle im Zweifel aufzugeben, wenn private Investoren nicht mit ihnen planen wollen. „Wir brauchen die Säle, und auch in städtischer Hand kann man zwei Einrichtungen wie das Kurhaus und die Wandelhalle betreiben und unterhalten.“ Vorausgesetzt, zu den von der Stadt gewünschten Rahmenbedingungen findet sich kein privater Interessent.

Tent plädiert dafür, von Seiten der Stadt ein Nutzungskonzept für das Kurhaus unter zwingendem Einschluss der Säle zu erarbeiten und für dieses Konzept überregional nach Investoren zu suchen. Das hätte aus seiner Sicht früher geschehen müssen, „doch man hat sich etwas zurückgelehnt“ und zu lange auf die einzige Karte Wicker/Wollmert gesetzt, kritisiert er. (su)

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 28. Februar.

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