Rund 500 Besucher beim Oktober-Aktionstag im Lebendigen Museum Odershausen

Saisonfinale mit Schlachtetag

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Sauerkraut wird hergestellt: Maria Ravensburg und Inge Wolf beim Weißkrauthobeln.

Bad Wildungen-Odershausen - Beim Keltertag im Lebendigen Museum Odershausen verarbeitete der betagte „Muser“ mit seinen mächtigen Sandsteinrädern die Rekordmenge von 40 Zentnern Äpfel.

Neben frisch gepresstem Saft stand auf dem Programm beim Oktober-Aktionstag am vergangenen Sonntag die Herstellung von Apfelwein durch den dafür zuständigen Experten Karl-Georg Frese. Weiterhin hobelten fleißige Hände eine größere Menge Weißkraut und drückten sie, bestreut mit Salz, in ein Steingutfass. Es reift über die Wintermonate zu einem vorzüglichen Sauerkraut.

Zu sehen waren auch Flachsbearbeitung sowie Spinnen und Weben in den idyllischen Webstuben des Museums. Stellmacherei und Schmiede hatten ebenfalls „geöffnet“. Heinrich Vogel aus Armsfeld, 79, ein altgedienter Schuster mit über 60 Berufsjahren, gab Einblick in sein Handwerk. Eine Ausstellung mit Laubsägearbeiten von Rolf Schneider verbreitete bereits vorweihnachtliche Stimmung in Odershausen.

Museumschef Heinrich Frese freute sich über etwa 500 Besucher: „Der Oktober ist unser besucherstärkster Monat.“

Seit rund 20 Jahren veranstaltet dieses einmalige Museum nunmehr Aktionstage, und die Resonanz hat, wie Frese zufrieden feststellt, noch nicht nachgelassen.

Mit ein Grund dafür sind die Leckereien aus der gemütlichen Bauernküche des Museums, die auf althergebrachte Art zubereitet werden. Am vergangenen Sonntag waren dies Schepperlinge und insbesondere eine Odershäuser Spezialität, die viel Arbeit macht, aber ausgezeichnet schmeckt: Apfelpfannkuchen. Frischer Hefekuchen in allerlei köstlichen Variationen aus dem Backofen und im Ofenfeuer gedrehte Hefewaffeln rundeten das kulinarische Angebot ab.

Die Museumssaison 2013 in Odershausen nähert sich dem Ende. Abschließendes Saisonfinale ist am 10. November. Dann wird das beim Publikum stets besonders beliebte Schlachtefest gefeiert. Die Tage einer vier Zentner schweren Sau, die ein Museumsmitglied auf traditionelle Weise bei sich im Stall gemästet hat, sind gezählt. (jm)

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