Nieder-Werbe

Schleuse undicht: Sorgen um den Wasserstand im Nieder-Werber See

- Waldeck-Nieder-Werbe (höh). Ebbe im Nieder-Werber See: Der Wasserstand ist dramatisch gesunken – die Schleuse zum Edersee lässt sich nicht mehr schließen. Die Festgemeinschaft bangt um das am 25./26. Juli geplante Lichterfest.

Anfang der Sommersaison geht den Nieder-Werbern das Wasser aus: Der kleinere Werber See gleicht einer Wattlandschaft, und der größere Reiherbachsee hat breite Landzungen am Ufer freigegeben. Vier Wochen vor dem Lichterfest trifft der Niedrigstand die Organisatoren ins Mark. „Wir brauchen ausreichend Wasser, damit unsere Attraktionen stattfinden können“, erläutern Karl-Harald Hesselbein und Karl-Heinz Weinreich vom Festausschuss. Seebühne, Bananaboot und Springburg für Kinder sollen Höhepunkte sein. Das ist bei einem normalen Wasserstand von bis zu sechs Meter an der tiefsten Stelle und rund zwei Meter in großen Bereichen des Sees überhaupt kein Problem. Aber zurzeit ist der See zu seicht, und mit weiterem Wasserverlust wird gerechnet. Bisher ist es noch nicht gelungen, das Überlaufrohr zum Edersee zu schließen. Aufgefallen ist das Dilemma erst vor 14 Tagen. „Mit dem Wasserspiegel des Edersees fiel plötzlich auch das Niveau im Nieder-Werber Vorstaubecken“, beobachtete Andreas Daum vom Festausschuss. Da war klar, dass die Schleuse ein Leck hat. Eigentlich war Vollstau in beiden Seen angesagt, Pächter Walter Rameil hat die Gewässer mit mehreren tausend Karpfen bestückt. Erst nach dem Abfischen im Herbst wird üblicherweise die Schleuse zum Edersee geöffnet. Doch diesmal ist alles anders. Offenbar hat sich im Winter Schwemmholz in das Überlaufrohr eingeklemmt, und der Schieber lässt sich nicht mehr richtig schließen, mutmaßt Hesselbein. Rameil glaubt, dass die Schleuse verkalkt ist und deswegen nicht mehr abschottet. Die Ursache bleibt unklar, denn drei Tauchgänge brachten keinen Erfolg. Bürgermeister Jörg Feldmann signalisiert seine Unterstützung, damit das Lichterfest wie geplant stattfinden kann. Mehr lesen Sie in der Printausgabe am Montag.

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