Anfragen und Anregungen aus Stadtverordnetenversammlung

„Schmidts Berg“ in Bad Wildungen: Sorge vor Abrutsch

Malerisch, naturbelassen: das Helenental mit seiner Heilquelle. Soll man das Naturschutzgebiet trotz Lichtverschmutzung zugunsten abendlicher Spaziergänge besser ausleuchten? Darum ging´s im Stadtparlament.
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Malerisch, naturbelassen: das Helenental mit seiner Heilquelle. Soll man das Naturschutzgebiet trotz Lichtverschmutzung zugunsten abendlicher Spaziergänge besser ausleuchten? Darum ging´s im Stadtparlament.

Dr. Hans Schultheis, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, machte sich in der Stadtverordnetenversammlung Sorgen um „Schmidts Berg“, den Steilhang oberhalb des Wäschebachkreisels: „Wir haben ihn mit viel Aufwand saniert, aber er scheint wieder ins Rutschen zu kommen“, meinte er.

Bad Wildungen – Der Splitt, mit dem der Berg angeschüttet wurde, werde durch Regen tatsächlich häufig auf die Treppe gespült; „keine glückliche Lösung“, räumte Bürgermeister Ralf Gutheil ein. „Der Berg wurde bepflanzt, damit sich die Erde hält und darauf hat unsere Stadtgärtnerei beständig ein Auge.“

Wo nötig, werde nachgepflanzt, um ein Abrutschen zu verhindern, versicherte der Rathauschef. Er werde sich nach weiteren Details erkundigen.

Dunkles Helenental

Andrea Spangenberg (CDU) thematisierte die schlechten Sichtverhältnisse im Helenental nach Anbruch der Dämmerung.

„Die Helenental-Alm hat an Wochenenden bis 18 Uhr geöffnet. Da ist es im Winter dunkel“, beschrieb sie das Problem von ihrer Warte aus. Auf den unebenen Wegen gerate man rasch ins Straucheln oder stürze gar, fürchtet sie und fragte: „Können wir dort nicht ein paar Laternen mehr aufstellen?“

Der Bürgermeister reagierte skeptisch:

„Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet und angesichts des Problems der Lichtverschmutzung stellt sich die Frage, ob man ein so naturbelassenes Tal ausleuchten sollte.“

Die Verwaltung werde das intern diskutierten: „Eine schnelle Lösung kann ich aber nicht in Aussicht stellen.“

Baulandpreise veraltet

Axel Finger (SPD) stellte die Frage in den Raum, ob die Preise, zu denen die Stadt Bauland ankaufe, noch zeitgemäß seien? Sie orientierten sich nach wie vor an den traditionellen Bodenrichtwerten statt an der aktuellen Marktlage. „Sollten wir sie nicht anheben?“, fragte der Stadtverordnete.

„Darüber kann man streiten“, gestand der Wildunger Bürgermeister zu. Der Preis sei für sich genommen tatsächlich nicht mehr zeitgemäß, berücksichtige man die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, aber mit Blick auf den städtischen Haushalt meinte er: „Solange die Leute bereit sind, zu diesem Preis zu verkaufen...“ Hubert Schwarz (CDU) verwies auf eine Empfehlung des Rechts- und Grundstücksausschusses, „die Ankaufspreise zu überdenken.“

Tempo 30 am Golfplatz

Ralf Gutheil gab Antwort auf eine ältere Anregung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Marc Vaupel: die Tempo-30-Zone bis zum Golfplatz zu verlängern. „Die Zone reicht bereits bis dorthin, das dazugehörige Schild war aber verbogen und zugewachsen.“ Der Mangel sei inzwischen behoben worden.

Von Matthias Schuldt

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