Bundesverdienstkreuz an Bad Wildungens Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nawrotzki

Schon als Schüler in die Politik

Bad Wildungen - Seit über 40 Jahren engagiert sich Wolfgang Nawrotzki (SPD) in den kommunalpolitischen Gremien, in einer Feierstunde im Rathaus wurde der langjährige Stadtverordnetenvorsteher mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke überreichte die vom Bundespräsidenten verliehene höchste Anerkennung, die die Bunderepublik vergibt, auch im Namen der hessischen Landesregierung. Lübcke: „Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes setzt ein Zeichen dafür, wen oder was unsere Gesellschaft schätzt und was ihr wichtig ist.“

In seiner Laudatio zitierte Lübcke den früheren amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy: „Frage nicht, was der Staat für dich tut, Frage, was du für den Staat tun kannst.“ Zu diesen Menschen, die so fragen und auch danach handeln, gehöre Nawrotzki. Lübcke verwies auf die verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten des Bad Wildungers in der Kommunalpolitik und im heimischen Sport als Vorsitzender des Vfl. Dank ernte man für solchen ehrenamtlichen Einsatz in wenigen Fällen, sagte der Regierungspräsident. „Doch heute ist das anders, denn heute schlägt die Stunde des Dankes und der Anerkennung“, merkte Lübcke an und überreichte das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Nawrotzki.

Bürgermeister Volker Zimmermann bescheinigte dem langjährigen Stadtverordnetenvorsteher, dass er durch seinen Sachverstand in den kommunalpolitischen Aufgabenfeldern die Arbeit der städtischen Gremien während vier Jahrzehnten entscheidend beeinflusst hat und in einer Vielzahl von zum Teil parallel geführten Ämtern Verantwortungsbewusstsein, Fachwissen, Kompetenz und Fantasie eingebracht habe Damit habe der Sozialdemokrat einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Badestadt geleistet. An den Ordensempfänger gerichtet sagte Zimmermann: „Mir ist nicht bange um unser Gemeinwesen, wenn sich Menschen wie sie auch künftig einbringen.“ Für das Stadtparlament gratulierte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Dr. Edgar Schmal (CDU). Nawrotzki sei mit 20 Jahren im Amt des Parlamentsvorstehers ein „einsamer Rekordhalter“, der immer wieder Impulsgeber bei festgefahrenen kommunalpolitischen Themen sei.

SPD-Ortsvereins-Vorsitzende Petra Göbel sagte „danke für unermüdliche Treue zur Partei“. Fraktionsvorsitzender Walter Mombrei gratulierte für die SPD-Parteigremien: „Erfreulich dass die hohe Auszeichnung nicht am Ende, sondern mitten in deiner kommunalpolitischen Arbeit erfolgt.“

1978 die erste Rede im Parlament

In seinen Dankesworten sagte Nawrotzki, er sei eigentlich schon seit 50 Jahren politisch tätig, denn er habe mit 15 Jahren als Schüler angefangen und sei durch familiäre Zusammenhänge schon früh zur SPD gestoßen. Er erinnerte sich noch gut an seine erste Rede im Stadtparlament, die er 1978 zu einem SPD-Antrag mit dem Thema Umwelt- und Landschaftsschutz gehalten habe. Es sei auch heute wichtig, dass junge Menschen motiviert würden, sich langfristig kommunalpolitisch zu engagieren. „Hierzu können Familie, Lehrer und Kommunalpolitiker einen wichtigen Beitrag leisten.“

Ob er bei der nächsten Kommunalwahl noch einmal „antreten“ will, ließ Nawrotzki offen, das will er zunächst mit seinen Parteifreunden besprechen; „wenn ich mich dazu entschließe, steht auf jeden Fall fest: danach ist dann Schluss.“ (szl)

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