113 Jugendliche aus Nordhessen beteiligen sich an Wettbewerb

Schüler schreiben für mehr Respekt: Preisträgerin aus Bad Wildungen 

Ausgezeichnet: Die Sieger des Schreibwettbewerbs „Respekt, was geht?“ in Nordhessen sind (unten von links) Aileen Landgrebe, Leonie Kühlborn, Paul Reiß, Jana Schmitt und Kathi Jatzko. Es gratulierten (oben von links) Matthias Knöß von der Nele-Neuhaus-Stiftung, Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Autorin Nele Neuhaus, Kulturamtsleiterin Carola Metz und HNA-Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel. Fotos: Fischer

Kassel/Bad Wildungen. Ganz im Zeichen des Respekts stand die Auszeichnung der Sieger des Schreibwettbewerbs „Respekt, was geht? – Erzähl‘ Deine Story“  im Kasseler Kulturbahnhof.

113 Jugendliche aus Nordhessen im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren hatten ihre Kurzgeschichten zum Thema „Respekt“ für den Wettbewerb eingesandt.

Ausgerichtet wurde er im Rahmen der Initiative „Hessen lebt Respekt“ von der Hessischen Landesregierung und der Nele-Neuhaus-Stiftung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Kassel und der HNA.

Bestseller-Autorin und Projektpatin sowie Jurorin Nele Neuhaus zeigte sich begeistert. „Ich habe alle Geschichten an einem Tag gelesen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören“, sagte sie bei der Preisverleihung, die von HNA-Redakteurin Rebekka Knoll moderiert wurde.

Fünf Preisträger

Gemeinsam mit Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) zeichnete Neuhaus die fünf Preisträger Aileen Landgrebe (12) aus Bad Wildungen, Leonie Kühlborn (14) aus Melsungen, Paul Reiß (16) aus Ahnatal-Weimar, Jana Schmitt (15) aus Homberg und Kathi Jatzko (12) aus Schwalmstadt-Treysa aus. 

Sie durften ihre Geschichten vorlesen und werden mit einer zweitägigen Schreibwerkstatt belohnt. Neuhaus berichtete von eigenen Erfahrungen mit Respektlosigkeiten. „Ich erlebe das sehr oft, gerade in den sozialen Medien, aber auch im Alltag, im Straßenverkehr oder im Supermarkt.“

 Die Autorin will Lese- und Schreibfreude bei Jugendlichen wecken, denn: „Wer heute nicht mehr lesen und schreiben kann, verbaut sich seine Zukunft.“ 

Auch die Ministerin beklagte zunehmende Respektlosigkeit, vor allem im Internet. „Wer respektlos mit der Gesellschaft umgeht, wird in der Regel auch schneller straffällig.“ Einsatz für mehr Respekt biete insofern auch Schutz davor, Opfer einer Straftat zu werden. „Sich vorher zu kümmern ist viel besser, als nur Strafen auszusprechen.“ 

Die Leiterin des Kulturamtes Kassel, Carola Metz, appellierte, Respekt vorzuleben. „Wir müssen Werte vermitteln. Man kann sich streiten, aber man muss trotzdem respektvoll miteinander umgehen.“ 

 „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu“ – wenn man sich an dieses Sprichwort halte, so Neuhaus, zeige man Respekt und könne die Welt verändern. 

Von Nicole Schippers

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