Bad Wildungen

Aus der Schule auf Abenteuerreise

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- Bad Wildungen (su). Heraus aus der Schule, Praxisluft schnuppern und Unterricht in einem Projekt anders gestalten: Mit dieser Idee stießen Sportschülerinnen und -schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums bei ihrem Lehrer Matthias Pflüger auf offene Ohren.

Sie haben Sport in der elften Jahrgangsstufe als Orientierungskurs gewählt, wollen das Fach also im Abitur als Leistungskurs belegen. Das scheinbar Widersprüchliche: Die sportliche Leistung tritt bei ihrem Projekt in den Hintergrund. „Wir wollen stattdessen anderen außerhalb der Schule Spaß am Sport vermitteln durch selbst entworfenes Training“, erklärt Iven Krüger, einer der beteiligten Schüler.

Sie treffen sich an diesem Donnerstagmorgen zum Einsatz in der Integrativen Kindertagesstätte Langes Rod, wo sie Spiel und Spaß an der Bewegung für kleine Mädchen und Jungen organisieren. Eine neue Erfahrung für beide Seiten. Während die Drei- bis Sechsjährigen vor Staunen kreisrunde Augen machen, weil acht große junge Leute mit fremden Gesichtern in ihrem Turnraum auf sie warten, tasteten sich die jungen Erwachsenen an die Aufgabe heran, auf dieselbe Wellenlänge mit ihrer noch viel jüngeren Zielgruppe zu kommen.

„Habt ihr Lust, mit uns auf Abenteuerreise zu gehen?“, fragt Gymnasiastin Nathalie Beckmann die Kinder. Abenteuer hört sich gut an. Groß und Klein tapsen in eine Höhle; „sehr, sehr leise, um den schlafenden Löwen nicht zu wecken“, sagt Kath­rin Höhne. Wieder draußen, machen sie sich als Mäuse ganz klein, damit sie der Adler aus der Luft nicht entdecken kann, bevor sie sich, in Bäume verwandelt, mit den Armen nach oben gen Himmel recken. „Wir ließen uns vorher vom Kindergarten eine Mappe mit Spielideen geben. So haben wir erfahren, wie man auch auf Kinder eingeht, die es im Sport vielleicht nicht so leicht haben“, erläutert John Patrick Jahn am Rande der Aktion.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 15. April

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