Wahrscheinlich wollte er sein Revier oder Gelege schützen - Abstand halten jetzt besonders wichtig

Schwan attackiert Kleinkind an Wildunger Maritim-Muschel

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Ein Schwan wie dieser ging in Bad Wildungen auf einen kleinen Jungen los.

Bad Wildungen – Ein kleiner Junge und seine Mama halten sich Dienstagmittag mehr als eine halbe Stunde lang am Teich neben der Maritim-Muschel im Wildunger Kurpark auf. Der Junge spielt mit einem Stöckchen. Und dann das.

Plötzlich greift ihn vom Wasser aus ein Schwan an, berichtet eine Augenzeugin später unserer Redaktion. Der Junge schreit, weil seine Hand mit dem Stöckchen im Schnabel des Vogels steckt. Der Kleine lässt das Stöckchen reflexhaft auch nicht los. Die Mutter zieht ihr Kind von dem angreifenden Tier weg und wird daraufhin selbst vom Schwan heftig in den Unterschenkel gebissen. Dann gewinnen Mutter und Sohn endlich Abstand vom Vogel, der in der Folge seine Aggressivität am Kinderbuggy und dem daran hängenden Rucksack auslässt. Ein Passant tritt ruhig hinzu, holt den Buggy vom Teichufer weg, und der Schwan beruhigt sich.

Vermutlich wollte er sein Revier schützen, meint Wolfgang Lübcke vom Naturschutzbund auf Anfrage. Das Brutgeschäft der Schwäne beginne in diesen Tagen. So seien auf den Mehlener Kiesteichen die großen weißen Vögel bereits gut paarweise zu beobachten. Am besten halte man die Augen auf und großen Abstand zu Revier, Gelege und später erst recht den Küken, rät Lübcke.  red

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