Feierstunde in der Wandelhalle

Sechs Klassen der Hans-Viessmann-Schule in Bad Wildungen verabschiedet

Abschluss bestanden: Schüler aus sechs Klassen der Hans-Viessmann-Schule in Bad Wildungen stellten sich vor der Wandelhalle zum Gruppenfoto auf. Fotos: Senzel

Bad Wildungen. Schüler von sechs Klassen der Hans-Viessmann-Schule nahmen in einer Feierstunde in der Wandelhalle ihre Abschlusszeugnisse entgegen.

Feierlich zogen die Absolventen im Gänsemarsch ein, dazu spielte Abschlussschüler Daniel Ritter stimmungsvoll auf seinem Saxofon.

Die Abteilungsleiterin der Viessmann-Schule in Bad Wildungen, Sabine Pistorius, die die Veranstaltung moderierte, gratulierte zum Erfolg: „Damit habt ihr auf unterschiedlichen Niveaustufen eine gute Basis für euren zukünftigen beruflichen Erfolg gelegt.“ Ihr Rat: „Setzt euch Ziele und verliert diese nicht aus dem Auge, steht, wenn ihr nach einem Rückschlag oder Misserfolg gefallen seid, schnell wieder auf und macht weiter!“

Klaus Lötzerich, seit zwei Wochen neuer Schulleiter, zitierte Albert Einstein: „Die Schule soll stets danach trachten, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlässt und nicht als Spezialist.“ Der heute etwas antiquiert klingende Satz treffe in seinem Kern eine immer noch wichtige Aussage, nämlich, dass die Schule dazu da sei, den Menschen zu formen. In erster Linie gehe es um die Erziehung, „dann erst kommt der Unterricht.“ 

Den Absolventen wünschte der neue Schulleiter, dass sie selbstbestimmte Mitglieder unserer Gesellschaft werden. Dies gehe weit über das von Einstein genannte Spezialistentum hinaus, es habe neben dem Beruf auch Familie, Freunde, das Leben und das Ehrenamt zum Thema.

Wie Hans im Glück

Bürgermeister Volker Zimmermann gratuliert im Namen der Stadt und ihrer Gremien. Das Leben warte mit manchen Überraschungen auf, positiven, aber auch negativen, und es bedürfe es auch einer guten Portion Glück. „Das werden Sie erkennen, wenn sie sich von einem Misserfolg nicht klein kriegen lassen.“

Die gemeinsame Abschiedsrede der Klassenlehrer wurde von Sven Hochstrate vorgetragen. Sie orientierte sich an dem Märchen vom Hans im Glück. Es lehre, dass man nie auslerne, immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt werde, und nie den Mut verlieren soll. „Vertraut auf euch, auf eure Fähigkeiten, auf das, was ihr gelernt habt, um das Beste aus jeder Situation zu machen“. 

Abschiedsworte für die Schüler sprach Janis Dieling. „Wir sind erst einmal froh, dass wir den Stress, das Lernen für Tests, Klassenabreiten und Prüfungen hinter uns haben“, während die Eltern stolz auf den Erfolg ihrer Kinder seien und die Lehrer erleichtert, dass sie wieder eine Generation überstanden haben. Den Lehrern rief er zu: „Sie haben es geschafft. Sie haben uns lange auf die Zukunft vorbereitet und trotzdem keinen Nervenzusammenbruch erlitten. Dafür danken wir ihnen“.

Von Werner Senzel

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