Hubschrauber-Einsatz für die Pfingstnelke im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Shuttle-Service zur Rettungsaktion

Edertal-Bringhausen - Um die seltenen Pfingstnelken zu retten, werden im Rahmen des Naturschutzgroßprojekts zum zweiten Mal per Helikoptereinsatz Kiefern aus den Felsfluren der Bloßenberghänge entnommen.

Der Edersee-Radweg in der Banfebucht, Abschnitte des Urwaldsteigs im Nationalpark sowie die landwirtschaftlichen Wege im Bereich des Flugkorridors werden während der Aktion gesperrt. Um Nationalparkbesuchern trotz der Flugbewegungen weiterhin einen sicheren Zugang zum Schutzgebiet zu ermöglichen, werden Umleitungen und Hinweise für Wanderer und Radfahrer ausgeschildert.

Ziel dieser außergewöhnlichen Aktion ist es, die Population dieser seltenen, Jahrtausende alten Reliktpflanze in der Banfebucht zu erhalten. Die Pfingstnelke kommt weltweit nur in Mitteleuropa vor, wobei die Gesamtpopulation zum überwiegenden Teil in Deutschland wächst.

Die Arbeiten beginnen bei günstigem Wetter Anfang der Woche und dauern etwa vier bis fünf Tage, teilen die Nationalparkverantwortlichen und der Naturpark-Zweckverband als Auftraggeber mit. Für Interessierte stellt die Nationalparkverwaltung während der Maßnahme ganztags einen kostenfreien Shuttleservice vom Wanderparkplatz Kirchweg zum Banfe-Eck zur Verfügung, um sich vor Ort über die Maßnahme informieren und die Arbeiten aus sicherer Entfernung vom entgegengesetzten Ufer beobachten zu können. (r)

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