Waldeck

Soldaten proben Wasserlandung auf dem Edersee

- Waldeck (resa). Über drei Stunden mussten die rund 100 Soldaten des Fallschirmsprungdienstes aus Stadtallendorf gestern warten, dann lichteten sich die Wolken. Die aufwendige Wasserlandung auf dem Edersee konnte beginnen.

Eine Hand am Mobiltelefon, die andere am Funkgerät: Oberleutnant Thomas Klein hat viel zu tun an diesem Vormittag. Springen oder nicht? Keine Frage wird ihm auf dem Waldecker Mehlberg am Donnerstagvormittag häufiger gestellt. Rund 100 Soldaten und zwei Soldatinnen des Luftlandefernmeldebataillons der Division Spezielle Operationen aus Stadtallendorf und viele Gastspringer aus der ganzen Republik hoffen auf besseres Wetter. Denn die Wolken hängen tief über der Stadt. „Der Hubschrauber kann nicht landen“, erklärt Oberleutnant Klein, „er steht auf Abruf in Fritzlar“. Und ohne Hubschrauber fällt die große Wasserlandungsaktion auf dem Edersee aus. „Die Hälfte seines Lebens wartet der Soldat vergebens“, zitiert Oberleutnant Tobias Ehlke schmunzelnd ein Sprichwort. Mancher packt gedanklich schon seine sieben Sachen, die Feldküche fährt das Mittagessen auf und Thomas Klein steht kurz davor, die Aktion abzublasen.Auch an der DLRG-Station im Tal lassen viele Ehrenamtliche und auch manche neugierige Besucher die Köpfe hängen. „Wir haben uns auf diesen Einsatz gefreut, viele Kollegen haben sich freigenommen“, erzählt Klaus Schultze, DLRG-Stationsleiter. Dann plötzlich kommt Wind auf, die Wolken ziehen ab, die Sicht wird immer klarer. „Die Bell UH-1D ist auf dem Weg“, erklärt der Oberleutnant gegen 13 Uhr und meint den stattlichen Hubschrauber, dessen Rotorblätter bereits in der Ferne zu hören sind. Plötzlich kommt Bewegung in das aufwendig eingerichtete Lager an der Grillhütte.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Freitag, 11. September 2009.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare