Bad Wildungen: Zimmermann weist Vorwürfe zu Kurhaus und Schulden scharf zurück

Die Staatsbad-Katze im Sack gekauft

- Bad Wildungen (su). Einen garantielosen Gebrauchtwagen zu kaufen, ohne sich vorher ein genaues Bild von seinem technischen Zustand zu machen – für Sie nicht vorstellbar? Die Stadt Bad Wildungen tat genau das bei der Übernahme des Staatsbades.

So sieht es heute jedenfalls Bürgermeister Volker Zimmermann, der sich von der CDU wegen des Kurhauses und des Schuldenstandes der Stadt zu Unrecht an den Pranger gestellt sieht. „Ich wollte keine Vergangenheitsbewältigung betreiben, werde aber dazu gezwungen“, meint er.

Über Monate habe damals sein Vorgänger Reinhard Grieneisen mit dem Land über die Bedingungen der Kommunalisierung des Staatsbades verhandelt. „Aber es gab keinen Termin zur gründlichen Besichtigung der Immobilien, die man übernehmen wollte“, kritisiert Zimmermann. Im November 2001, als die Stadtverordneten denkbar knapp mit 19 Ja-Stimmen (aus CDU, FWG und Grünen) und 17 Nein-Voten (vorwiegend von SPD und FDP) die Übernahme billigten, raunte ein Staatsbad-Bediensteter dem WLZ-Berichterstatter zu: „Die Stadt weiß gar nicht, was für eine Katastrophe sie sich eingehandelt hat.“

Katastrophale Zustände offenbarten sich bei der ersten Begehung durch die Stadtverwaltung tatsächlich, berichtet Hans-Jürgen Kramer, heute Leiter des städtischen Immobilienmanagements. Im Keller der Wandelhalle stand das Wasser, die Abwasserrohre waren so marode, dass Coli-Bakterien in die Heilquelle gelangten. Die Abfüllung im Helenental eher reif zum Abwracken als für den Betrieb.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 11. Februar.

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