Waldeck

Statt Yoga eine Tour im Weltnaturerbe - Video

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- Waldeck (su). „Und, was hast du schon so im Wald gesehen?“ Henning schaut die Moderatorin Marie-Louise Cardell leicht verdutzt an und antwortet trocken: „Na, Bäume natürlich!“ Damit hatte der Edertaler Grundschüler die Lacher auf seiner Seite im Rittersaal von Schloss Waldeck.

Typisch für die gelöste, lockere Stimmung, die beim offiziellen Festakt herrschte, mit dem der Nationalpark seinen neuen Zusatztitel „Weltnaturerbe“ gestern feierte. Alle waren sie gekommen: Naturschützer, die Jahrzehnte für das Großschutzgebiet gekämpft hatten; der ehemalige hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel, der sich seinerzeit vom Saulus zum Paulus in Sachen Nationalpark wandelte und seinen Ministerialapparat mitnahm auf die Reise; die Bürgermeister der Region inklusive Landrat; Tourismusvertreter oder last not least Schulkinder, die im Bildungskonzept der Nationalparkverwaltung eine tragende Rolle spielen.

Neben Henning unterhielten sich Tim, Lea und Sophie auf der Bühne über das, was sie am Wald fasziniert und interessiert, begleitet von ihrer Edertaler Grundschulleiterin Birgit Kessler-Vogel. Sie machte deutlich, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Nationalparkverwaltung sei, da viele Kinder sich in der Natur kaum noch auskennen.

Dass dies nicht so bleiben muss, bewiesen auch Zweitklässler der Grundschule Vöhl mit ihrer Lehrerin Monika Butterweck. Die Mädchen und Jungen spielten in fantasievollen, selbst gebastelten Maskeraden ein kleines Stück, das sich um eine Buchecker und ihre vielfältigen Beziehungen in der Nahrungskette des Waldes drehte. Kenntnisreich zeigten die Kinder, wie die Buchenfrucht, Eichhörnchen, Maus, Reh und Eule miteinander zu einer Lebensgemeinschaft verwoben sind. Viel Applaus gab es dafür vom Publikum.

Besonders von der aktuellen hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich, selbst auf dem Land aufgewachsen und gut mit dem Wald vertraut: „Ich brauche kein Yoga. Mir reicht ein Spaziergang im Wald, wenn ich Entspannung und Erholung suche.“ Wer in der Welt herumreise, spüre dem Besonderen nach „und der Nationalpark Kellerwald gehört dazu als eines von 183 Weltnaturerben.“

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 8. Oktober.

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