Ausgehen bis 3 Uhr soll vor allem die einheimischen Nachtschwärmer in die Altstadt locken

Tanzen im Gewölbekeller des Rathauses

Bad Wildungen - Seit Herbst 2013 ist der „Ratskeller“ in der Altstadt geschlossen, doch nicht mehr lange.

Das ehemalige Restaurant wird zu einer Bar/Lounge mit Tanzfläche umgestaltet. In Arbeitshose und Retro-Pulli tüfteln, bauen und gestalten die Betreiber Mario Höhne und Anthony Saintyves seit acht Wochen im alten „Ratskeller“, um ihre Idee der „Three Sixty“ Tanzbar in die Tat umzusetzen. Strahler und Boxen sind bereits installiert, ebenso eine kleine Disco-Kugel unter der Gewölbedecke. Die Theke ist fast fertig. Anfang April, pünktlich zu Ostern, wollen die beiden mit ihrem Team die ersten Gäste begrüßen. „Unsere Zielgruppe sind vor allem die Einheimischen zwischen 20 und 60. Bei der Musik ist für jeden was dabei“, verspricht Mario Höhne. Die Tanzbar will mit regelmäßigen Event-und Themen-Abenden alle Geschmäcker ansprechen. Rockmusik, Hits der 80er- und 90er-Jahre werden ebenso gespielt wie Songs aus den aktuellen Charts. An vielen Tagen legt ein DJ auf, an anderen läuft die Play-List. Wer Lust hat, tanzt dort, wo früher im Gewölbe Schlemmerpfanne und Rumpsteak serviert wurden. Die zwei Betreiber kombinieren die historische Atmosphäre des Kellers mit moderner Einrichtung. Die Tanzbar hat einen Raucherraum, erreichbar durch einen schmalen Gang auf der anderen Seite der Theke, sodass Nichtraucher in den Haupträumen nicht belästigt werden und die Raucher zugleich nicht nach draußen ausweichen müssen. „So vermeiden wir, dass die Gespräche vor der Tür Anwohner stören“, erklärt Höhne. Außerdem liege die Tanzfläche mit ihrer Musikanlage so günstig im Gewölbekeller, dass wenig davon nach außen dringe, erwartet er. Das „Three Sixty“ öffnet bis nachts um 3 Uhr. „Dann ist definitiv Schluss“, unterstreicht Höhne.Er und Saintyves planen seit Längerem, in Bad Wildungen eine Lounge mit Tanz zu eröffnen, und hatten zunächst die frühere Tenne in der Allee ins Auge gefasst. Bei einem Gespräch auf dem Weihnachtsmarkt machte sie jedoch der frühere Ratskeller-Pächter Harald Schaumburg auf die leeren Räume im Souterrain des Rathauses aufmerksam. Der Kontakt zum Pächter war schnell hergestellt und die Sache nahm ihren Lauf…

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