Waldeck

Tausende beim Markttreiben

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- Waldeck (sd) Modernes Markttreiben an einem historischem Ort lockte am Sonntag Tausende Besucher auf Schloss Waldeck.

Bereits der Weg hinauf zur Burg ist gesäumt von Ständen. Auch der Burghof gleicht einer Messestadt, dazu gibt’s Westcoast-Jazz von der Band „Cool Breeze“. Zahlreiche Gäste lassen sich vom Regenwetter nicht abschrecken und kommen bereits am Vormittag zum Marktbummel. Kreislandwirt Fritz Schäfer eröffnete die Ausstellung und wünschte den Händlern für den Abend: „leere Stände und etwas im Portemonnaie“. Wilhelm Spangenberg vom Fachdienst Landwirtschaft war sich sicher, dass sich das Schloss ganz besonders für ein solches Markttreiben eigne, und Erster Stadtrat Gerhard Germann forderte die Gäste auf: „Genießen und probieren Sie.“

Das Angebot von regionalen Produkten, verbunden mit Livemusik, hob Volker Deigendesch, seit zwei Jahren Schloss-Hotelier, hervor. Aus dem Odenwald war die amtierende Milchkönigin Marie I. ins Waldecker Land gekommen. Sie wünschte sich, dass die Gäste „viel vom Flair der Höfe mitnehmen können“. Gern ließen sich die Besucher die angebotenen kulinarische Köstlichkeiten schmecken. Heidschnucken-Gulasch oder die traditionellen Schepperlinge luden dazu ebenso ein wie leckere Kuchen mit Kaffee.

An einem Stand mit selbst gemachter Marmelade und Saft gab es auch Tipps zum Einkochen. Holzofenbrot, Käse und Wurst wurden ebenso feilgeboten wie Milchshakes mit frischen Früchten oder hausgemachter Senf. Handgesiedete Naturseifen oder Schaffelle, Blumengestecke, Schmuck oder Keramiken, bemalte Holzschilder oder Malereien auf Schiefer sind nur einige der vielen Angebote der regionalen Kunsthandwerker. Viele Gäste ließen sich durch das Schloss führen oder besuchten das Museum. Manche lehnten sich einfach nur zurück, genossen das Treiben und die Jazzmusik. Kinder übten sich im Bogenschießen oder ließen sich schminken.

Am Ende waren die Besucher begeistert vom Marktgeschen und die Händler zufrieden. „Es herrschte eine ganz besondere Stimmung“, schwärmte Dorothea Loth vom Fachdienst Landwirtschaft. Und auch Hotelier Volker Deigendesch ist sich sicher: „Das gehört hierher.“ Er meint damit den Markt mit vielen Händlern, die an ihren Ständen „ehrliche, regionale Produkte“ verkaufen. „Die muss man einfach um die Burg scharen.“

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 23. August

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