Zum Schutz des Radverkehrs

Tempo 70 zwischen Wildunger Straßenmeisterei und Ortseingang

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Neue Höchstgeschwindigkeit: Auf der Berliner Straße/Bahnhofstraße zwischen Straßenmeisterei und Ortsschild gilt jetzt Tempo 70. dt

Auf der Berliner Straße/Bahnhofstraße zwischen Straßenmeisterei und Ortseingang gilt neuerdings fast durchgängig Tempo 70.

  • Zum Schutz der Radler und E-Biker an Berliner Straße/Bahnhofstraße in Bad Wildungen hat die Stadt Tempo 70 eingeführt.
  • In einer Kurve mussten Radfahrer sogar auf einem Abschnitt die Straße queren, auf dem bislang Tempo 100 galt.
  • Die Stadt stimmte sich bei der Entscheidung mit Polizei, HessenMobil und Kreis-Straßenverkehrsbehörde ab.

Bad Wildungen – Als Bildschirmspiele noch ein exklusives Angebot von Kneipen und Spielotheken darstellten, erfreute sich in den 1980ern „Froschhüpfen“ großer Beliebtheit. Mit dem Joystick galt es, einen Frosch unversehrt über eine viel und schnell befahrene Straße zu geleiten. „Quotsch“ vermeldete der Lautsprecher, wenn der Versuch misslang.

Ältere Radler fühlten sich zuweilen mit mulmigem Gefühl in der Magengegend an dieses Spiel erinnert, wenn sie die Berliner Straße nahe dem Gewerbegebiet „Am Bruch“ auf der Route des Fernradweges R5 überquerten. Denn ein Tempolimit für Autos und Motorräder suchte man auf der Kreisstraße 38 dort vergeblich und weil die Passage in einer Kurve liegt, ist vor allem der Verkehr aus Richtung Straßenmeisterei sehr spät zu sehen. Zwar wiesen Schilder alle Motorisierten auf die Gefahr hin, doch den Fuß nahm kaum jemand zur Sicherheit vom Gaspedal.

Jetzt kreuzen Radfahrer an dieser Stelle entspannter, denn seit wenigen Tagen gilt an dem neuralgischen Punkt Tempo 70. Das teilt das Ordnungsamt der Stadt Bad Wildungen mit. Die neue Geschwindigkeitsbegrenzung sei mit Polizei, HessenMobil und der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Waldeck-Frankenberg abgesprochen, erklärt Amtsleiter Martin Segeler.

Und mehr: An dieser Hauptein- und Ausfallstraße von Bad Wildungen gibt es damit nur noch einen kurzen Abschnitt, auf dem die allgemeine Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen von 100 Stundenkilometern gefahren werden darf - stadtauswärts zwischen dem Ortsschild und den Grundstückseinfahrten der Gewerbeflächen linker Hand. An der Fahrspur, die direkt neben dem Radweg liegt, sind außerorts durchgängig die 70 Stundenkilometer Maximum einzuhalten zum Schutz des Radverkehrs. Und stadtauswärts zwischen dem Abzweig Richtung Gut Elim und der Straßenmeisterei lohnt es sich nicht, wieder Vollgas zuzulassen. Tempo 70 wird fortgeführt, bevor es wegen der Einfahrt zur Straßenmeisterei ohnehin auf 60 km/h hinunter geht.

Die Entscheidung der Behörden fällt zusammen mit einer Entwicklung, die seit langem an der Berliner Straße/Bahnhofstraße zu beobachten ist: Der Verkehr auf dem betagten, von Unebenheiten durchzogenen Radweg nimmt spürbar zu, nicht zuletzt, weil vermehrt Pendler und Touristen auf E-Bikes zwischen Wega und Bad Wildungen unterwegs sind. Im Begegnungsverkehr der Zweiräder ist zusätzlich Vorsicht angebracht, weil Leitpfosten der Straße den Spur zwischen Gewerbegebiet „Am Bruch“ und Ortsschild verengen.

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