Traditionsveranstaltung steht an einem Scheideweg

Tierschau zum Wildunger Viehmarkt steckt in einem spürbaren Wandel

Beobachtet von ihrer Mutter Petra striegelt Lena Lomp aus Gemünden Zebu-Rind „Wolke“ auf der Tierschau des Wildunger Viehmarktes.

Bad Wildungen. Bei idealem Wetter strömten viele Zuschauer aller Generationen zur Tierschau des Wildunger Viehmarktes auf den Schützenplatz.

Großzügiger mit zusätzlichen Flächen für die Darstellung präsentierte sich das Gelände, nachdem gewerbliche Unternehmen in den Rummel unterhalb integriert worden sind. Das Publikum bewegt sich freier und hat eine bessere Übersicht.

Allerdings gibt die Enwicklung bei der Zahl der Aussteller zur Sorge Anlass. Bei den Rindern setzte sich er der Rückgang bei der klassischen Wertungsschau fort. Eine Hand voll Jungrinder und acht Kälber wurden den Richtenden präsentiert. Längst prägen die Sonderschauen das Bild, etwa bei den Fleischrindern oder Schafen und Ziegen.

Viel weniger Haflinger

Auch bei den Pferden fehlen viel Hingucker. Speziell der drastische Rückgang der beliebten Haflinger fiel ins Auge. So scheint es vielen Beobachtern und Aktiven, als stünde die Tierschau auf dem Wildunger Viehmarkt am Scheideweg.

Wenn das größte und wichtigste Wildunger Volksfest diese Attraktion nicht innerhalb der nächsten Jahre verlieren will, braucht es neue Impulse, um sich im Reigen vergleichbarer Veranstaltungen wie etwa dem Fritzlarer Pferdemarkt eine Woche zuvor mit neuen Akzenten und Ideen behaupten zu können.

Anregungen und Ideen, gerade auch aus Reihen der Aussteller gibt es vielfach. Das zeigte sich bei den Gesprächen und Fachsimpeleien am Rande.

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