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Tiger-Kampfhubschrauber nach Notlandung beschädigt: „Jeder fehlende Hubschrauber reißt ein Loch“

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Von: Matthias Schuldt, Daniel Seeger

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Der Tiger-Kampfhubschrauber aus Fritzlar nach der Notlandung bei Bad Wildungen.
Der Tiger-Kampfhubschrauber aus Fritzlar nach der Notlandung bei Bad Wildungen. © Daniel Seeger

In Bad Wildungen streift ein Tiger-Kampfhubschrauber aus Fritzlar einen Baum. Die beiden Piloten bleiben unverletzt, die Maschine ist aber zunächst flugunfähig.

Update vom Mittwoch, 02. November, 19.18 Uhr: Fritzlar/Reinhardshausen – Bei einer Übung des Fritzlarer Kampfhubschrauberregiments 36 kam es gestern gegen 11.45 Uhr zu einem Unfall. Ein Kampfhubschrauber vom Typ Tiger streifte in der Nähe des Bad Wildunger Stadtteils Reinhardshausen (Waldeck-Frankenberg) mit dem Heckrotor einen Baum und musste notlanden. Wie Presseoffizier Remo Templin-Dahlenburg bestätigte, gab es keine Verletzten.

Der Unfall ereignete sich nach Auskunft der Bundeswehr bei einer Übung, die relativ häufig absolviert wird. Die Kampfhubschrauber gehen dabei hinter einem Hindernis in Deckung, um mit ihrem Mastvisier, das auf dem Kopf des Rotors sitzt, über dieses zu schauen und Informationen zu sammeln. Dabei fliegen die Hubschrauber sehr tief über Hindernisse. „Wenn der Hubschrauber dann abdreht, kann es dazu kommen, dass er einen Baum streift“, so Templin-Dahlenburg weiter.

Helikopter aus Fritzlar nach Unfall nicht mehr im Einsatz

„Die Piloten haben das sofort gemerkt und dann eine Sicherheitslandung absolviert.“ Denn: Auch wenn Rotorblätter stabil sind, könne es zu Beschädigungen kommen, die den Flugbetrieb beeinflussen. Die Piloten hätten sich nach der Landung umgehend in Fritzlar gemeldet. „Dann geht die Alarmierungskette los“, so der Presseoffizier. Sofort seien Techniker und Feldjäger zur Unfallstelle ausgerückt. „Unsere Techniker schauen sich an, was passiert ist, ob etwa Wellen oder Getriebe in Mitleidenschaft gezogen wurden.“

Im weiteren Verlauf wurde ein Heckrotorblatt provisorisch repariert. Nach ausgiebigen Tests startete der Hubschrauber gegen 15.40 Uhr wieder in Richtung Fritzlar.

Für die Einsatzbereitschaft der Heeresflieger ist der Unfall ein Rückschlag. „Die nächsten Wochen ist der Helikopter nicht im Flugdienst“, so der Presseoffizier. Nun werde alles penibel vermessen und untersucht, um Defekte ausschließen zu können. „Jeder fehlende Hubschrauber reißt ein Loch. Das sind wieder Flugstunden, die wir nicht absolvieren können.“ Derzeit sind 38 Tiger am Standort Fritzlar. Zur Einsatzbereitschaft der Maschinen machte der Presseoffizier keine Angaben. 

Notlandung: Ein Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr ist am Mittwoch, 2. November 2022, südlich des Bad Wildunger Stadtteils Albertshausen auf einer Wiese gelandet.
Notlandung: Ein Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr ist am Mittwoch, 2. November 2022, südlich des Bad Wildunger Stadtteils Albertshausen auf einer Wiese gelandet. © Matthias Schuldt

Tiger-Kampfhubschrauber aus Fritzlar streift Baum: Notlandung bei Bad Wildungen

Erstmeldung vom Mittwoch, 02. November, 14.33 Uhr: Bad Wildungen-Albertshausen – Ein Tiger-Kampfhubschrauber des Bundeswehr-Standorts Fritzlar ist am späten Mittwochvormittag (2. November) auf einer Wiese südlich des Bad Wildunger Stadtteils Albertshausen notgelandet. Beide Piloten sind unverletzt. Ein Flugsicherheitsoffizier macht sich ein Bild von der Lage.

Mehrere Fahrzeuge der Feldjäger sind vor Ort. Nach ersten Informationen hat offenbar ein Rotorblatt einen Baum gestreift. Die Hubschrauberbesatzung leitete daraufhin eine Notlandung ein.

Tiger-Kampfhubschrauber aus Fritzlar streift Baum: Techniker klären weiteres Vorgehen

Techniker sollen klären, ob der Tiger vor Ort repariert werden kann oder abtransportiert werden muss. Es wird nachberichtet. (Matthias Schuldt, Daniel Seeger)

Die Piloten der Tiger-Kampfhubschrauber aus Fritzlar haben seit kurzem neue Schutzbrillen, die sie besser gegen Laser-Attacken abschirmen sollen. Diese Angriffe sind nicht nur im Einsatz ein Problem.

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