Workshop zur Alkohol-Prävention an der Ense-Schule

Tipps gegen Schwips und Rausch

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Bad Wildungen - Partyspaß ohne Alkohol - geht das denn? Und wie reagieren, wenn urplötzlich einmal viel zu viel Promille im Spiel ist? Darum drehte sich ein Präventionsworkshop in der Ense-Schule.

Tom und Lisa feiern Geburtstag - das ist der rote Faden für Acht- und Neuntklässler. Sie lernen spielerisch, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol aussieht und wie in Gefahrensituationen richtig reagiert werden kann. Die gesetzlichen Bestimmungen werden erarbeitet. Und der Blick durch die Rauschbrille lässt staunend die Beeinträchtigung durch Alkohol erfahren. Im Team planen die Jungen und Mädchen Partyspaß ohne Promille.

Da sich Alkoholexzesse nie ganz ausschließen lassen, wird auch die Reaktion bei einer schweren Alkoholvergiftung geübt: Einschätzung der Gefahrensituation, Notrufnummer und Informationen für die Rettungsstelle.

Auf Initiative der AG Jugend kam der Workshop zustande, erläuterten Manuel Schmidt vom Jugendhaus und Viktoria Stozka vom Zweckverband Evangelische Jugend in Bad Wildungen. In der AG Jugend engagieren sich seit 2004 Fachkollegen, die im Raum Bad Wildungen in unterschiedlichen Bereichen mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten. Gründe für riskanten Alkoholkonsum unter Jugendlichen sind meist altersbedingte Risikobereitschaft, Neugierde, Unerfahrenheit und Gruppendruck, unter anderem bei Wetttrinken und Trinkspielen.

In der Diskussion zeigte sich, dass Jugendliche oft ohne Probleme an Hochprozentiges herankommen. „Älter aussehende Jugendliche können schon mit 15 Jahren Alkohol kaufen, ohne den Ausweis zeigen zu müssen“, das erfuhr Ulrike Ritter von der Fachstelle Suchtprävention des Diakonisches Werks bei dem Workshop an der Ense-Schule und weiteren Präventionsprojekten, die sie an mehreren Bad Wildunger Schulen leitete. Abschließend zieht sie jedoch ein zufriedenstellendes Fazit: „Die Jugendlichen sind nicht so schlecht wie ihr Ruf.“ Eine Minderheit von unter 20 Prozent konsumiere gelegentlich Alkohol. Die Erfahrungen mit den Pfäventionsworkshops seien positiv. „Wir überlegen, ob wir das in das reguläre Schulprogramm aufnehmen“, kommentierte Edmund Ungefug, Beratungslehrer der Ense-Schule. (höh)

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