Dorfgemeinschaftshaus Hüddingen gedämmt und mit neuer Heizung versehen

4,5 Tonnen Pellets überm Kopf

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Die Hüddinger und die Vertreter der Stadt und der beteiligten Baufirmen freuten sich gestern über die erste Lieferung Holzpellets fürs DGH.

Bad Wildungen - Hüddingen - In einem echten Kraftakt verschaffen sich die Hüddinger in ihrem Dorfgemeinschaftshaus mit mehr als 800 Stunden Arbeitseinsatz künftig die sprichwörtlich warmen Füße, die gesund halten.

Rund 15 Freiwillige und dazu etliche Frauen, die sich ums leibliche Wohl der Arbeitenden kümmern, haben kräftig angefasst und tun das in den nächsten Wochen weiterhin, um das DGH in Sachen Wärme auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, berichtet Ortsvorsteher Horst Pfeifferling und bedankt sich bei den Helfern, die im Einzelfall bis auf 150 oder gar 200 Stunden kommen.

„Ohne dieses Engagement hätte die Stadt das Projekt nicht stemmen können“, sagt Hans-Jürgen Kramer, Leiter des Amtes für Immobilienmanagement, und Bürgermeister Volker Zimmermann bezeichnet den Einsatz der Bürger aus dem knapp 90-Seelen-Dorf als beispiel- wie vorbildhaft.

Für 81 000 Euro erhielt das DGH eine Rundum-Dämmung, eine Holzpellets-Heizanlage statt der alten Stromheizung und einen Thermofußboden, damit die Fußkälte aus dem kellerlosen Bau weicht. Ein neuer Anstrich innen und weitere Details komplettieren das Paket. Im vorigen Jahr waren bereits die Fenster erneuert worden.

Die Pelletsheizung landete ebenso unterm Dach des Dorfgemeinschaftshauses wie das Lager, das bei 6 Kubikmetern Rauminhalt bis zu 4,5 Tonnen Brennstoff fasst. Damit die Statik das leisten kann, wurde ein zusätzlicher Stahlträger in die Decke eingezogen.

Die Pelletsheizung zahlt sich nicht nur in ökologischer, sondern auch in ökonomischer Hinsicht aus, rechnet Kramer vor. Die Stromheizung verursachte 7800 Euro an Energiekosten jährlich. Selbst wenn der Pelletsraum pro Heizsaison zweimal betankt wird, schlagen auf diese Weise maximal 1800 Euro Energiekosten per anno zu Buche.

Nach dieser Sanierung, die in den letzten Zügen liegt, unterschreitet das DGH Hüddingen locker die Kennzahlen, die von der Energiesparverordnung vorgegeben werden. Die CO2-Abgabe reduziert sich um 87 Prozent von knapp 24?000 Kilogramm jährlich auf künftig etwas mehr als 3000 Kilogramm.(su)

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