Grimm-Märchenfestival "Sieben auf einen Streich":

Der zweite Streich: Traumkulisse für ein Märchenland im Wildunger Kurpark

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Märchenfiguren wie das Bergfreiheiter Schneewittchen bevölkerten Wandelhalle und Kurpark.

Bad Wildungen – Im „Märchenland Kurpark“ vergnügte sich am Sonntag ein großes Publikum aus Gästen aller Generationen.

Die Wege, Plätze und blühenden Wiesen verwandelten sich für diesen Tag in einen Märchenpark mit vielen Spielen, Überraschungen und Mitmachaktionen vor allem für Kinder. Auch die „Großen“ kamen auf ihre Kosten, hatte das Stadtmarketing doch den Regionalmarkt mit dem Grimm-Fest zusammengelegt. Das herrlich warme Frühsommerwetter tat das seinige, dass im Kurpark am Sonntag Hochbetrieb herrschte. Die Besucher schoben sich teilweise in dichten Reihen voran.

Soll er beißen? Und zwar die Hexe? Der böse Wolf. Er ließ es und schlug zum Glück seine Zähne auch nicht in die Bälle beim Fußball-Dart. Zaubertöpfern bot für ihn allerdings auch keine Alternative. Mit Klauen lässt sich Lehm schwer bearbeiten.

Nicht schlecht staunten die Fußballfans unter ihnen über eine erstmals in der Badestadt aufgebaute Fußball-Dart-Anlage. Sven Gutmann brachte die Anlage in den Kurpark, auch um damit schon für die Viehmarktspiele zu werben. Bei ihnen ist diese Disziplin erneut zu erleben. Dabei gilt, es mit dem Ball, der an einer Klettwand heften bleibt, eine möglichst märchenhaft hohe Punktzahl zu treffen.

Die vielen lebendigen Märchenfiguren des „Theaters on Tour Kassel“ ließen es allerdings gemächlicher angehen. Sie wandelten in ihren bunten Kostümen durch den Park, ließen sich gerne von den Kindern ansprechen und standen für viele Selfies bereit.

Ihnen schloss sich Dornröschen an, das aus seinem Märchenschloss, der Sababurg Hofgeismar, eigens in die Badestadt gereist war. Nicht minder groß das Interesse der Besucher an Schneewittchen und den sieben Zwergen aus Bergfreiheit, die sich gerne für Fotos in Positur stellten.

Soll er beißen? Und zwar die Hexe? Der böse Wolf. 

Sebastian Kinder gab den „bösen Wolf, der sich aber für die Kinder als „Lieber Wolf“ herausstellte und fragte, ob er denn der bösen Hexe mal in den Popo beißen sollte – er ließ es dann doch lieber.

Zaubertöpfern: Thomas Benirschke mit einem Nachwuchs-Handwerker.

Mit Begeisterung setzten sich Mädchen und Jungen mit Töpfer Thomas Benirschke an dessen Zaubertöpferscheibe. Ein Klumpen Lehm verwandelte sich unter den Händen in eine Vase oder ein Töpfchen, wie es die Kinder zuvor auf Papier gezeichnet hatten. Während immer ein Kind mit Hilfe eines Schwungrades die Scheibe zum Drehen brachte, vollführte ein anderes mit Benirschkes Hilfe das Handwerks-Zauberkunststück.

Ursprünglich: Märchenlesen mit Susanne Schönewolf.

Andrea C. Ortolano versammelte Kinder um sich, die faszinert an ihren Lippen hingen, während sie aus dem Märchenbuch Geschichten vorlas und vorspielte.

Märchenkoch Stefan Becker bereitete als guter alter Bekannter des Festes vor jungen und älteren Zuschauern in der Wandelhalle auf der Bühne in seiner Zauberküche Merkwürdiges zu. An den ungewohnten Zutaten hatten die Kinder einen Riesenspaß, wenn etwa aus einem Spüllappen ein Frosch wurde. Christoph Jarkow, der „Märchenland Kurpark“ vorbereitet und organisiert hatte war am Ende des Tages „mehr als zufrieden“.

Die nächste Veranstaltung des nordhessischen Grimm-Märchenfestivals „sieben auf einen Streich“ folgt am Sonntag, 19. Mai, von 12 bis 18 Uhr mit einem „märchenhaften Johannifest“ in der Wolfhager Innenstadt. -szl-

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