Bad Wildungen

Traumreise ins Mekka der Samba

- Bad Wildungen. Einen lang gehegten Wunsch erfüllten sich zwölf Sambista der Bad Wildunger Trommelgruppe Sempre Samba. Gemeinsam mit einzelnen weiteren Sambabegeisterten aus ganz Deutschland flogen sie im Oktober für zwei Wochen ins Mekka der Samba – nach Rio de Janeiro.

Geführt von Nana Zeh, einer Musikdozentin aus Hannover, die zehn Jahre in Rio gelebt hat und mit der örtlichen Sambaszene und den Gepflogenheiten sehr vertraut ist, entdeckten die Musiker die Sehenswürdigkeiten der Metropole am Atlantik: Der Zuckerhut, der Corcovado mit der Cristo-Redentor-Statue, die Strände von Ipanema und Copacabana, das Künstlerviertel Santa Teresa und auch der Tijuca Nationalpark zeigten sich in all ihrer Pracht. Jedoch standen der Besuch verschiedener Sambaschulen und der Kontakt zu Musikern aus Rio im Vordergrund. So trafen die Nordhessen auf Musiker der Schulen Portela, Salgeiro, Mocidade, Beja Flor, Vila Isabel und Cubango, deren Mestre de Bateria Jonas mehrfach in Deutschland war, unter anderem in Bad Wildungen .

Meist wurden die Wildunger persönlich begrüßt und durften sogar in der Bateria, der Trommelgruppe der Sambaschule, mitspielen. Vor allem mit den Trommlern von Cubango verband die Deutschen am Ende ihrer Reise eine besondere Beziehung. Diese Sambaschule liegt im Nachbarort Niteroi inmitten eines Armenviertels, einer sogenannten Favela. Aus ärmlichen Behausungen und oft mit leerem Magen kommen die brasilianischen Musiker dreimal wöchentlich zur Probe, wo es zunächst eine warme Suppe für jeden gibt. Häufig stellt die Sambaschule eine ärztliche Versorgung sicher – jeden Monat kommt beispielsweise ein Zahnarzt in die Räume der Schule, den jeder ohne Gebühr zu Rate ziehen kann.

Gute Erfahrungen machten die Deutschen mit der Freundlichkeit der Cariocas, den Einwohnern Rios. Immer wieder halfen die Menschen mit Wegbeschreibungen weiter und freuten sich über die deutschen Besucher. „Die Gespräche waren zwar eher schleppend“, berichtet Stefanie Grieß, „doch ein bisschen Portugiesisch, ein bisschen Deutsch, ein bisschen Englisch und mit Händen und Füßen – irgendwie hat man sich immer verstanden.“

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 24. November.

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